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Antisemitismus-Beauftragter: „Erinnerung darf nicht folgenlos bleiben“

Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust setzt die Bundesregierung ein Zeichen gegen das Vergessen.
Holocaust-Gedenktag in Potsdam
Foto: Imago/Martin Müller | Am 27. Januar gedenken Menschen bundesweit den Opfern des Nationalsozialismus.

Am Dienstag findet der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt. Dieser geht zurück auf die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee.

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In Deutschland finden anlässlich des Gedenktags bundesweit Veranstaltungen statt. Im Deutschen Bundestag wird eine Gedenkstunde abgehalten, bei der Vertreter des Staates, Überlebende sowie Angehörige der Opfer zu Wort kommen. An öffentlichen Gebäuden wird Trauerbeflaggung gesetzt.

„Ein Tag des stillen Innehaltens“

Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein, erklärt gegenüber der „Tagespost“: „Der 27. Januar ist ein Tag des stillen Innehaltens. Wir gedenken der Millionen Menschen, die entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Diese Erinnerung steht für sich. Sie ist Ausdruck von Respekt vor den Opfern und von Verantwortung gegenüber unserer Geschichte.“

Zudem betont Klein, dass Gedenken nicht folgenlos bleiben darf: „Gerade die Auseinandersetzung mit der Geschichte verpflichtet uns, heute wachsam zu sein und Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen aktiv und entschieden entgegenzutreten – im Kulturbetrieb, auf der Straße, im politischen Raum und im Alltag.“

„Kein Randphänomen mehr“

Der Antisemitismus, „den wir wieder in unserem Land erleben“, sei laut Klein kein Randphänomen mehr. Er richte sich „nicht nur gegen Jüdinnen und Juden“, sondern sei ein Angriff auf die Grundlagen der Gesellschaft. „Ihm entgegenzutreten ist keine Aufgabe Einzelner, sondern eine Verantwortung der gesamten Gesellschaft“, so der Beauftragte der Bundesregierung.

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Die Vereinten Nationen erklären den 27. Januar im Jahr 2005 zum weltweiten Gedenktag. In Deutschland ist das Datum bereits seit 1996 ein offizieller nationaler Gedenktag. Er erinnert an die Verfolgung und Ermordung europäischer Juden sowie weiterer Opfer des Nationalsozialismus.

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