Washington

US-Diplomat lobt Trumps Einsatz für den Lebensschutz

Als gläubiger Christ sei es für ihn selbstverständlich, die Republikaner zu wählen, so der langjährige US-Diplomat Todd Huizinga. Man müsse jedoch auch Christen respektieren, die anders dächten.
Rennen zwischen Biden und Trump
Foto: Evan Vucci (AP) | Zahlreiche Umfragen deuteten zwar darauf hin, dass Trump die Wahl verliere. In den Schlüsselstaaten verringere sich der Unterschied zwischen Trump und Biden allerdings, so Huizinga.

Für den langjährigen US-Diplomaten Todd Huizinga ist Donald Trump für den Lebensschutz „der beste Präsident seit dem Grundsatzurteil Roe vs. Wade“. Zwar sei der republikanische Amtsinhaber schroff im Auftreten und sage manchmal Dinge, die er besser nicht sagen sollte. „Viel wichtiger ist jedoch, dass er sein Versprechen gehalten hat, sich für den Lebensschutz einzusetzen“, betont Huizinga, der selbst gläubiger Evangelikaler ist, im Gespräch mit der Tagespost. Mit dem Urteil aus dem Jahr 1973 bekräftigte der Oberste US-Gerichtshof ein Recht auf straffreie Abtreibungen im ersten Trimester einer Schwangerschaft.

Huizinga hofft auf zweite Amtszeit Trumps

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Der Präsident des Center for Transatlantic Renewal macht zudem deutlich, dass er auf eine zweite Amtszeit Donald Trumps hofft. Als gläubiger Christ sei es für ihn selbstverständlich, die Republikaner zu wählen. Er könnte niemals seine Stimme für den demokratischen Herausforderer Joe Biden abgeben, so Huizinga. „Er vertritt so viele Positionen, die nicht christlich sind.“ Gleichzeitig räumt Huizinga, der von 1992 bis 2012 in diplomatischen Diensten für die USA stand, ein, dass es auch Christen gebe, die anders denken würden. Diese müsse man respektieren und dürfe ihnen nicht den Glauben absprechen, weil sie nicht dieselbe politische Meinung teilten.

Politisch inkorrekt, Trump zu wählen

Den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in gut einer Woche hält Huizinga noch für völlig offen. Zahlreiche Umfragen deuteten zwar darauf hin, dass Trump die Wahl verliere. In den Schlüsselstaaten verringere sich der Unterschied zwischen Trump und Biden allerdings, so der ehemalige Diplomat. „Es gibt das Phänomen, dass man sich schämt, in gewissen Fragen politisch inkorrekt zu sein. Und es ist total politisch inkorrekt zu sagen ich wähle Donald Trump“, so die Einschätzung Huizingas.  DT/mlu

Für viele Konservative wird das Thema Abtreibung für die Stimmabgabe auch diesmal wieder entscheidend sein. Welche anderen Themen die Debatten dominieren, warum das Wahlverhalten mit dem regelmäßigen Gottesdienstbesuch zusammenhängt und weshalb Huizinga der Linken vorwirft, Willkür über rechtsstaatliche Prinzipien zu stellen, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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