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Bundestagswahl: Katholiken wählen Union, Evangelische die SPD

Die Forschungsgruppe Wahlen hat das Wählerverhalten der christlichen Konfessionen untersucht. Die Union kommt bei Katholiken auf 35 Prozent.
Bundestagswahl - Wahlverhalten christliche Wähler
Foto: Sebastian Gollnow (dpa-Pool) | Die Union kommt bei den deutschen Katholiken auf 35 Prozent, die SPD auf 23, die AfD auf 8, die FDP auf 11, die Linkspartei auf 3 sowie Bündnis 90/Die Grünen auf 13 Prozent.

Katholische Wähler haben bei der Bundestagswahl mehrheitlich für CDU/CSU gestimmt, evangelische Christen wiederum vor allem für die SPD. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die die Forschungsgruppe Wahlen noch am Wahltag unter 41 373 Wählerinnen und Wählern durchführen ließ.

Keine Partei erreicht eine absolute Mehrheit

So kommt die Union bei den deutschen Katholiken auf 35 Prozent, die SPD auf 23, die AfD auf 8, die FDP auf 11, die Linkspartei auf 3 sowie Bündnis 90/Die Grünen auf 13 Prozent. Die übrigen Parteien landen bei 8 Prozent.

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Aus evangelischer Sicht tauschen die Erst- und Zweitplatzierten die Plätze: Dort hat nämlich de SPD mit 30 Prozent die Nase vorn, während die Union auf 24 Prozent der Stimmen kommt. Die AfD wurde von 9 Prozent der evangelischen Christen gewählt, die FDP kommt wie bei den katholischen Wählern auf 11 Prozent. Die Linkspartei landet bei 4 Prozent, während Bündnis 90/Die Grünen bei 15 Prozent landen. 8 Prozent entfielen auf die übrigen Parteien.

Ähnliches Wahlverhalten – außer beim Spitzenreiter

Bis auf den jeweils unterschiedlichen Spitzenreiter wählten die katholischen und evangelischen Christen mit Blick auf die übrigen Parteien beinahe identisch. Keiner der Parteien gelang es zudem mit großem Abstand, eine absolute, sondern lediglich eine relative Mehrheit unter den christlichen Wählern zu erzielen. Zudem wird deutlich, dass christliche Wähler offensichtlich am wenigsten mit der Linkspartei anfangen können.  DT/sta

Lesen Sie einen umfassenden Hintergrund zur Wahl in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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