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Ein Missverständnis namens CDU

Die CDU ist gekennzeichnet durch eine permanente Suche nach ihrer wahren Identität. Verwaltet sie am Ende einen christlich grundierten Liberalismus?
Im CDU-Hauptquartier, dem Berliner Konrad-Adenauer-Haus, wird entschieden, wie die Ausrichtung der Partei künftig ausfallen wird. Eine Grunderneuerung in christlichem Geist ist eher nicht zu erwarten.
Foto: IMAGO/Stefan Zeitz (www.imago-images.de) | Im CDU-Hauptquartier, dem Berliner Konrad-Adenauer-Haus, wird entschieden, wie die Ausrichtung der Partei künftig ausfallen wird. Eine Grunderneuerung in christlichem Geist ist eher nicht zu erwarten.

In der Ära Merkel schielten viele konservative Christdemokraten voller Sehnsucht auf Friedrich Merz. Als Hoffnungsträger jener Konservativen, denen die AfD zu weit rechts war, startete er 2017 sein Comeback. Knapp ein Jahr ist er nun am Ziel angekommen: Bundeskanzler. Dass die mit seiner Person verknüpfte Hoffnung auf eine konservative Erneuerung ausgeblieben ist, hat scheinbar eine einfache und bequeme Erklärung: die SPD und die Große Koalition, in der sich die Merz-CDU wiederfindet. Doch ist es wirklich so einfach? Es hat sich die Erzählung eingebürgert, Angela Merkel habe die CDU auf einen Kurs verpflichtet, der von konservativer Seite als „Sozialdemokratisierung“ kritisiert wurde.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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