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Aktive Hilfe für Schwangere ist von Politik nicht mehr zu trennen

Zwei Bischöfe haben die Petition gegen Liberalisierung der Abtreibung unterschrieben. Der Vorsitzende von Pro Femina ist dankbar dafür. Ein deutlicheres Zeugnis der Bischöfe wäre wünschenswert. 
Papst trifft Vertreter von 1000plus, darunter Projektleiter Aufiero und Rottenburgs Weihbischof Renz.
Foto: L'Osservatore Romano | Ermutigung von höchster Stelle: Im Juni empfing der Papst Vertreter von 1000plus, darunter Projektleiter Aufiero (rechts) und Rottenburgs Weihbischof Renz.

Die Initiative 1000plus hatte Unterstützung von Bischof Wolfgang Ipolt aus Görlitz bekommen. Der Bischof hatte eine Petition an den Deutschen Bundestag unterschrieben hat, die sich gegen eine Liberalisierung von Abtreibungen wehrt. Zahlreiche Parteien haben Initiativen in dieser Hinsicht für die kommende Legislaturperiode angekündigt. Die Petition von 1000 plus läuft noch, bis sich der am 26. September zu wählende Bundestag konstituiert.

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Babyflaschen helfen

Unterstützung von Seiten der Kirche erhält 1000plus ansonsten vor allem durch Priester und Gemeinden im Rahmen von sogenannten Babyflaschen-Aktionen. Dabei wird die Arbeit der Initiative im Rahmen von Gottesdiensten vorgestellt und um Spenden gebeten. Dies sei allerdings nur in den Diözesen möglich, in denen die Bischöfe diese Art der Unterstützung nicht unterbunden hätten, betont Kristijan Aufiero, der als Vorsitzender des Vorstands von Pro Femina e.V. das Projekt 1000plus initiiert hat und seit seinem Start im Oktober 2009 leitet.

„1000plus erhält darüber hinaus keine Unterstützung von Seiten der kirchlichen Hierarchie und keine Zuwendungen aus kirchlichen Mitteln“, so Aufiero gegenüber der Tagespost. Auf Ebene der Weltkirche hatte Papst Franziskus die Vertreter von 1000plus im Juni 2016 im Rahmen einer Privataudienz empfangen und sich dabei lobend über das Projekt geäußert. Der Papst habe damit, so Aufiero, die Wertschätzung der römischen Kirche für unsere Arbeit zum Ausdruck gebracht. Außer Bischof Ipolt hat noch Weihbischof Renz aus Stuttgart unterschrieben. 

Deutlichere Stimme der Kirche 

„In Deutschland würden wir uns von manchem Bischof mehr Toleranz und Wertschätzung gegenüber freien, nicht-kirchlichen Initiativen des Lebensschutzes und der Schwangerschaftskonfliktberatung wünschen, die im selben Geist arbeiten und beraten“, betont Aufiero. Mehr als alles andere aber wünsche man sich ein deutlicheres Zeichen und eine lautere Stimme der deutschen Bischöfe, wenn es um den unbedingten Schutz von Schwangeren in Not und ihrer ungeborenen Kinder geht. 

Politik und Hilfe nicht zu trennen

Mehr und mehr wird 1000plus auch politisch und gesellschaftlich aktiv. Früher, so Aufiero gegenüber der Tagespost, dachte man, man könne Politik von Hilfe und Beratung trennen. „Die Verbotsanträge aus den Reihen von SPD, GRÜNEN und LINKEN sowie die Angriffe fanatischer, linksextremer „Aktivisten“, die nichts unversucht lassen, um uns daran zu hindern, Schwangeren in Not zu helfen, haben uns eines besseren belehrt“, betont Aufiero. Schwangerschaftskonfliktberatung, so das Resümee, sei von Politik leider nicht mehr zu trennen.

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