Lebensschutz

1000 plus: Eine Erfolgsgeschichte

Stolze Mütter und glückliche Babys: Dafür geben die 1000plus-Beraterinnen ihr Bestes. Von Friedrich Reusch
1000 plus
Foto: 1000plus

Unvorstellbar viele Frauen werden Jahr für Jahr ungewollt schwanger, sind darüber verzweifelt und suchen händeringend nach Rat und Hilfe. Diese Frauen wünschen sich keine Abtreibung – in einer subjektiv als aussichtslos empfundenen Lage erscheint sie ihnen aber oft alternativlos. Um diesen Frauen zu helfen, dafür gibt es 1000plus.

Die Entstehung von 1000 plus

Im Jahr 2009 wurde das Projekt 1000plus ins Leben gerufen. Es hatte sich zum Ziel gesetzt, 1 000 und mehr ungewollt Schwangere im Jahr zu beraten und ihnen zu helfen, damit sie sich für ihre Babys entscheiden. Träger des Projekts ist der Verein Pro Femina. Schon seit Projektbeginn wird 1000plus von der Stiftung Ja zum Leben gefördert. Überglücklich und dankbar waren wir, als Johanna Gräfin von Westphalen (†) gleich nach Projektstart die Schirmherrschaft übernommen hat.

1000plus finanziert sich zu 100 Prozent aus Spenden. Deshalb ist die Geschichte von 1000plus in erster Linie die Geschichte von vielen tausend Menschen, die sich im Rahmen des Projekts zusammengeschlossen haben, um sich an die Seite von Schwangeren in Not zu stellen. Um so viele Schwangere in Not wie möglich zu erreichen, hat 1000plus von Anfang an auf technische Innovation gesetzt. Zu diesem Zweck wurde eine Beratungsplattform im Internet errichtet und immer weiter ausgebaut. Die Bilanz nach knapp zehn Jahren: Über 40 000 beratene Frauen, deren überwältigende Mehrheit sich nach einer 1000plus-Beratung für ein Leben mit ihrem Kind entschieden hat!

Rasantes Wachstum des Projekts

Und das Wachstum bleibt rasant: So hat sich das Beratungsvolumen beispielsweise von 8 414 beratenen Frauen im Jahr 2017 auf über 16 000 beratene Frauen im Jahr 2018 quasi verdoppelt. Mit der Eröffnung eines Beratungszentrums in Berlin soll im Jahr 2019 folgerichtig auch die Infrastruktur der Vor-Ort-Hilfe weiterwachsen. Mit Heidelberg und München wird es dann drei 1000plus-Beratungszentren geben. Zum Erfolg von 1000plus wesentlich beigetragen hat auch die Art der Kommunikation, für die sich das Projekt entschieden hat: Positiv, optimistisch, lösungsorientiert. Die strahlenden Babys auf 1000plus-Kalendern, -Postern und -Postkarten haben schon unzähligen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert und dabei geholfen, die Themen Abtreibung und Schwangerschaftskonflikt einmal frei von Ideologie und moralischer Verbitterung zu betrachten.

Die Frau verdient unbedingten Respekt

Denn auch das ist ein Ziel von 1000plus: Das Denken und Sprechen über Frauen im Schwangerschaftskonflikt in unserer Gesellschaft zu verändern. Die positive 1000plus-Kommunikation hat, wie auch die Grundsätze der wertschätzenden und lösungsorientierten 1000plus-Beratung, inzwischen viele andere Pro Life-Organisationen weltweit inspiriert, Ähnliches zu tun.

Was aber ist das „Typische“ der Arbeit von 1000plus? Im Mittelpunkt unserer Beratung steht die einzelne Frau, die sich in ihrer Not an uns wendet. Sie verdient Wertschätzung und unbedingten Respekt! Konkret bedeutet das, dass unsere Beraterinnen jede Schwangere bedingungslos annehmen, sich in ihre konkrete Situation einfühlen und ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen – so dass ein echtes, ehrliches Vertrauensverhältnis entstehen kann. Ein wertschätzender Blick auf ihr Leben und neu gewonnenes Selbstvertrauen können unglaubliche Kräfte freisetzen, um Schwierigkeiten zu überwinden, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und damit Wege aus der Krise zu finden. So entwickelt die Beraterin zusammen mit ,ihrer‘ Schwangeren einen Weg zum Leben mit Kind, ganz konkret und individuell. Das kann auch bedeuten, dass wir finanzielle Hilfen gewähren. Diese setzen dann konkret dort an, wo der Schuh drückt: Wenn das Auto mit dem vierten Kind zu klein wird, ein Familienurlaub nach vielen Jahren einmal bitter nötig ist oder während der Elternzeit das Geld kaum noch für die Miete reicht, dann gibt es von Pro Femina finanzielle Zusagen für die Schwangeren und ihre Familien.

Das Gebet als Fundament

Bei alledem bleibt entscheidend: Das eigentliche Fundament all dessen, was wir bei 1000plus tun, ist das Gebet. Wir werden getragen von vielen Unterstützern, die die tägliche Arbeit unserer Beraterinnen mit ihren Gebeten begleiten und ,unsere‘ Schwangeren und ihre ungeborenen Kinder Gott, dem Schöpfer allen Lebens, anvertrauen. In unserem monatlichen Gebetsbrief, der auf www.1000plus.net abonniert werden kann, bitten wir ganz konkret um das Gebet für Schwangere, die wir aktuell beraten und die um das Kind unter ihrem Herzen ringen. Unsere Beratungsarbeit und die vielen Entscheidungen für das Leben wären ohne die Fürbitte tausender Beter so nicht möglich. Ohne diese ,unsichtbare‘ Hilfe würde es unsere Arbeit nicht geben: Denn an Gottes Segen ist alles gelegen.

Friedrich Reusch ist Germanist und Historiker. Er arbeitet für die 1000plus-Außenkommunikation. Weitere Informationen über das Projekt gibt es unter www.1000plus.net.

Hartmut Steeb Mitglied im Stiftungsrat und Preisträger des Stiftungspreises 2014

„Ich unterstütze die STIFTUNG JA ZUM LEBEN, weil sie eine unverzichtbare Antwort für das Leben gegen die um sich greifende Kultur der Selektion und des Todes gibt. Weil das „Ja zum Leben“ nicht mehr jedem Menschen in jeder Phase seines Lebens gilt und der staatliche Schutz insbesondere für ungeborene Kinder völlig unzureichend ist, bedarf es des privaten Engagements, damit sich das Ja zum Leben durchsetzt.“

Hintergrund:

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN stellt sich vor

Was ist die STIFTUNG JA ZUM LEBEN?

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts, die 1988 von Johanna Gräfin von Westphalen und ihrem Sohn Friedrich Wilhelm gegründet wurde. Die Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht, dem Dachverband der Lebensrechtsorganisationen in Deutschland.

Was beutet „Ja zum Leben“?

Es ist uns eine Herzensangelegenheit, den ungeborenen Kindern eine Stimme zu geben! Wir vertreten ihr Recht auf Leben und fördern die, die dieses Anliegen mit konkreten Projekten in die Gesellschaft tragen. Als spendenfinanzierte Stiftung helfen wir schwangeren Frauen in Notsituationen, damit sie „Ja“ zu ihrem Kind sagen können und gestärkt in die Zukunft blicken können.

Welche Projekte unterstützt die STIFTUNG JA ZUM LEBEN aktuell?

• Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen (u.a): • 1000plus

• Kaleb • „Bärenherz“ – Kinderhospiz in Wiesbaden, u. a. für stille Geburten • Alliance Defending Freedom (ADF) – Vereinigung zur Verteidigung von Menschenrechten • EWTN – katholischer Fernsehsender • One of us – europäischer Verband für Leben und Menschenwürde • Junge Menschen, die sich im Lebensschutz engagieren • World Youth Alliance – internationale Jugendorganisation zur Förderung der Menschenwürde • Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V.

Wie können Sie bei der STIFTUNG JA ZUM LEBEN aktiv werden?

• Fördern Sie unsere Arbeit finanziell durch Ihre großzügige Spende! • Helfen Sie uns, ein pro-life Netzwerk weiter auszubauen. • Erzählen Sie bei Veranstaltungen oder im Freundeskreis über die Arbeit der Stiftung, und/oder legen Sie Informationsmaterial aus, das Sie in der Geschäftsstelle anfordern können. • Nutzen Sie Ihre Feste, um zu Spenden für die Stiftung aufzurufen. • Motivieren Sie Initiativen, die sich im Lebensschutz engagieren und unsere Unterstützung benötigen.

Haus Laer 4, 59872 Meschede

T. +49 291 2261 F. +49 291 6191

www.ja-zum-leben.de

info@ja-zum-leben.de

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