Erfurt/Würzburg

55 Prozent der Deutschen wollen Corona-Impfpflicht

Eine absolute Mehrheit der Deutschen meint, man sollte nicht länger warten und eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona einführen. Dies findet eine aktuelle Tagespost-Umfrage heraus.
55 der Deutschen für Impfpflicht
Foto: Lennart Preiss (dpa) | Befragte aus dem Westen sind etwas häufiger der Ansicht, dass nicht länger mit der Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht gewartet werden sollte als Befragte aus dem Osten (56 zu 49 Prozent).

Eine absolute Mehrheit von 55 Prozent der Deutschen ist der Ansicht, dass nicht länger gewartet werden sollte, um eine allgemeine Corona-Impfpflicht einzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. 31 Prozent der Befragten stimmen dem hingegen nicht zu. Zwölf Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

Je älter die Befragten, desto größer die Zustimmung zur Impfpflicht

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Es sollte nicht länger gewartet werden, eine allgemeine Corona-Impfpflicht einzuführen.“ Männliche Befragte stimmen dem deutlich häufiger zu als weibliche (73 zu 60 Prozent). Mit zunehmendem Alter der Befragten steigt der Anteil derer, die der Aussage zustimmen. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen wie auch bei den 30- bis 39-Jährigen sind dies noch 44 Prozent; bei den 40- bis 49-Jährigen 51 Prozent; in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen 53 Prozent und bei den über 60-Jährigen 68 Prozent. Befragte aus dem Westen sind etwas häufiger der Ansicht, dass nicht länger mit der Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht gewartet werden sollte als Befragte aus dem Osten (56 zu 49 Prozent).

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Von den katholischen Befragten sind 58 Prozent der Ansicht, dass nicht länger gewartet werden sollte, um eine allgemeine Corona-Impfpflicht einzuführen. 30 Prozent sehen dies nicht so. Von den Protestanten stimmen sogar 64 Prozent der Aussage zu, 24 Prozent tun dies nicht. Freikirchler sind in der Frage nach der Einführung einer Impfpflicht hingegen gespalten: 40 Prozent sind dafür, diese bald einzuführen, 39 Prozent sind dagegen. Muslimische Befragte lehnen die Impfpflicht mit 43 Prozent relativ-mehrheitlich ab, 30 Prozent sind dafür. 

Die Erhebung, für die 2.130 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 14. und 17. Januar befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Lediglich Wähler der AfD stimmen der Aussage mit 66 Prozent mehrheitlich nicht zu. Alle anderen Wählergruppen stimmen der Aussage jeweils mehrheitlich zu. Am höchsten ist dieser Anteil bei Wählern der SPD mit 74 Prozent, gefolgt von Wählern der Union mit 69 Prozent. Darauf folgen Anhänger der Grünen mit 63 Prozent. Von den Linken-Anhängern sind 57 Prozent für die baldige Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus, von den FDP-Anhängern 51 Prozent.  DT/mlu

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