Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht (*16. Juli 1969) ist eine deutsche Politikerin, Publizistin und Ökonomin, die über viele Jahre eine führende Rolle in der Partei Die Linke innehatte und später die Gründung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) initiierte.
Steckbrief
| Merkmal | Angaben |
| Geburtsname | Sahra Wagenknecht |
| Geburtsdatum | 16. Juli 1969 |
| Geburtsort | Jena (damals DDR) |
| Aktuelle Funktion | Gründerin und prägende Person des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) |
Karriere und Werdegang
Frühe Jahre und akademische Ausbildung
Sahra Wagenknecht wurde am 16. Juli 1969 in Jena geboren. Ihre Mutter war Deutsche, ihr Vater ein iranischer Student aus West-Berlin. 1988 legte sie ihr Abitur in Berlin ab. Zwischen 1990 und 1996 studierte sie Philosophie und Neuere Deutsche Literatur in Jena, Berlin und Groningen. 2012 promovierte sie mit der Dissertation „The Limits of Choice. Saving Decisions and Basic Needs in Developed Countries“.
Politischer Einstieg bis zur Führung der Linkspartei
1991 wurde Wagenknecht Mitglied des Bundesvorstands der PDS, der Vorgängerpartei der Linken. 2004 wurde sie ins Europäische Parlament gewählt. Ab 2009 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an. 2015 übernahm sie gemeinsam mit Dietmar Bartsch die Fraktions- und Oppositionsführung.
Gründung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
Im Oktober 2023 trennte sie sich von der Linken und begründete das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Es verbindet linke sozialpolitische Positionen mit migrations- und sicherheitspolitisch restriktiveren Forderungen.
Politische Positionen/Themen
Wirtschaft & soziale Gerechtigkeit: Einsatz für eine „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“: höhere Löhne, stärkere Regulierung der Finanzmärkte und Neuordnung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Migration & Einwanderungspolitik: Forderung nach deutlich restriktiverer Steuerung der Zuwanderung. Bekanntes Zitat: „Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht verwirkt.“
Außen- und Sicherheitspolitik: Kritik an Sanktionen gegen Russland und Bezeichnung als „beispiellose Wirtschaftskriegspolitik“; Forderung nach Verhandlungen im Ukrainekrieg.
Familien- und Gesellschaftspolitik: Befürwortung von Gleichstellung, zugleich Kritik an Reformen mit den Worten: „Ihr Gesetz macht Eltern und Kinder zum Versuchskaninchen für eine Ideologie.“
Zitate
„Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht verwirkt.“
„Ihr Gesetz macht Eltern und Kinder zum Versuchskaninchen für eine Ideologie.“
Werke/Publikationen
Freiheit statt Kapitalismus (2011)
Reichtum ohne Gier (2016)
Prosperity without Greed (2016)
Die Selbstgerechten (2021)
Fragen und Antworten (FAQ)
Wann trat Wagenknecht in den Bundestag ein?
2009.
Welche Partei gründete sie 2023?
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).
Wo studierte sie?
In Jena, Berlin und Groningen.
Was war Thema ihrer Dissertation?
„The Limits of Choice. Saving Decisions and Basic Needs in Developed Countries.“
Was ist ihre zentrale wirtschaftspolitische Forderung?
Eine Marktwirtschaft mit sozialem Anspruch („Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“).
Abschließende Hinweise
Diese Biografie gibt den Stand des Werdegangs von Sahra Wagenknecht bis November 2025 wieder. Spätere Entwicklungen können gegebenenfalls nicht berücksichtigt sein.














