Es war ein guter Tag. Jonas riss die Haustür auf und pfefferte seinen Schulranzen in die Ecke. Er war richtig gut gelaunt. „Opa, wir haben es geschafft!“, rief er schon im Flur. Opa sah von seiner Zeitung auf. „Was denn geschafft?“ Da kam auch Emma hinterher; ihre Wangen glühten – vom Laufen und vor Eifer: „Wir haben im Klassenzimmer ein Kreuz aufgehängt.“ Opa legte die Zeitung langsam weg. „Ihr habt was aufgehängt?“
Jonas setzte sich an den Tisch und schoss los: „Ein Schulkreuz – im Klassenzimmer. Also nicht nur wir allein, sondern ein paar aus der Klasse und ich – wir haben argumentiert und diskutiert und den Lehrer überzeugt …“ – „Jonas hat richtig gut geredet“, platzte Emma rein: „Warum ein Kreuz dazugehört und was es bedeutet, dass Jesus für andere da war, und …“ Jonas nickte eifrig. „Am Ende haben die meisten zugestimmt. Jetzt hängt es vorne im Klassenzimmer. Das war wie … es war wie ein Sieg!“ Jonas strahlte.
Opa sah auf. „Ein Sieg?“ Jonas überlegte kurz. „Na ja … nicht wie im Sport. Aber wir haben uns durchgesetzt.“ Emma stieß ihn leicht an. „Der Lehrer hat sogar gesagt, Jonas hat das gut erklärt.“ Jonas freute sich. „Ich hab mich ein bisschen gefühlt wie einer, dem die anderen zuhören, weil er das Richtige sagt.“ Opa nickte: „Wie jemand, der etwas versteht, was nicht alle auf Anhieb sehen.“ Jonas hob den Kopf: „Der Lehrer hat sogar Simon Petrus erwähnt.“
„Ja“, sagte Opa, „Simon war auch jemand, der beim Namen genannt hat, was andere nur ahnten, aber sich nicht sagen trauten: dass Jesus der Messias ist, der Christus! Deshalb hat ihn Jesus auch den Fels genannt!“ Emma grinste: „Wie Jonas! Jonas, der Fels!“ Opa klopfte Jonas auf die Schulter: „Ein Fels ist etwas, auf dem andere stehen können und Halt finden; einer, auf den man sich verlassen, auf den man bauen kann.“ „Fühlt sich gut an“, meinte Jonas, „wenn man etwas richtig gemacht hat.“ Opa nickte: „Erinnere dich daran, wenn es einmal ernst wird!“
„Hauptsache, alle wissen jetzt, was wir von Jesus halten“, sagte Emma. „Was denn?“ fragte Opa nach. „Dass er der Messias ist, natürlich! Der Sohn Gottes und unser Erlöser.“ Opa nickte anerkennend: „Wow! Diese Erkenntnis kommt vom Heiligen Geist.“ Dann schaute er Jonas an: „Und die anderen in der Klasse – was glauben die?“ Jonas musste überlegen. „Viele halten Jesus zumindest für einen guten Menschen, für einen Prediger oder Propheten oder so. Ich werde sie schon noch überzeugen.“ „Aber jetzt gibt’s erst mal Mittagessen!“, lachte Opa und nahm die Nudeln vom Herd.
Der Autor ist ständiger Diakon, Lehrer und Theologe und lebt mit seiner Frau und vier Kindern bei Landsberg am Lech.
Auflösung zum Bibel-Quiz:
Für wen halten die Menschen Jesus? – Johannes den Täufer, Elija, Jeremia oder sonst einen Propheten
Was ist der zweite Name von Petrus? – Barjona (Sohn des Jona (Johannes))
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