„Das Wetter ist herrlich, gehen wir raus“, ruft Emma. „Vielleicht geht Opa mit uns spazieren“, antwortet Jonas. Und so ist es. Nun laufen die drei auf einem schönen Weg, der bis zu einem See führt. „Setzen wir uns“, sagt Opa. „Der See erinnert mich an etwas Besonderes. Ich will euch erzählen, wie der auferstandene Jesus sich seinen Jüngern noch einmal offenbarte.“
„Oh ja“, jubeln die Kinder, „erzähl uns von Jesus, von den Engeln am Grab, von dem Licht!“
Opa lacht und sagt: „Nee, Jesus erscheint ganz einfach, so einfach, dass man ihn nicht sofort erkennt.“ Opa holt ein kleines Evangelium aus seiner Tasche und sagt: „Ich lese euch vor: ‚Petrus, Thomas, Natanaël, die Söhne des Zebedäus – es sind Jakobus und Johannes, die ihr schon kennt – und noch zwei andere Jünger waren zusammen.‘ Nach dem Tod Jesu waren sie alle ziemlich unter Schock. Jesus hat sich ihnen schon zweimal gezeigt, aber stellt euch vor, er stand plötzlich mitten unter ihnen, obwohl die Türen verschlossen waren. Die Jünger sind verwirrt, sie zweifeln und wissen nicht, was sie jetzt tun sollen. Da sagt Petrus: ‚Ich gehe fischen.‘“
„Er allein?“, fragt Jonas. Opa antwortet: „Von wegen! Sechs andere Jünger kommen mit. Petrus macht es richtig, er geht wieder arbeiten wie früher und nimmt seine Freunde mit. Ich lese weiter: ‚In dieser Nacht fingen sie nichts.‘“
Jonas lacht: „Warum fischen sie in der Nacht? Das ist eine komische Idee! In der Nacht schlafe ich und …die Fische auch!“ Opa ist anderer Meinung: „Da irrst du dich, nachts bleiben die Fische nicht unten, sie kommen nach oben. Petrus kennt seinen Beruf. Am Morgen steht Jesus am Ufer, aber die Jünger wissen nicht, dass es Jesus ist. Er sagt ihnen: ‚Werft das Netz auf die rechte Seite!‘ Die Jünger gehorchen und … fangen eine ganz große Menge Fische. Nur einer erkennt Jesus: Johannes. Dieser großartige Fischfang ist für ihn ein Zeichen. Er ruft: ‚Es ist der Herr!‘ Da hört man einen lauten Plumps.“
Emma schreit: „Ist jemand ins Wasser gefallen?“ Opa lacht: „Nein, Petrus ist ins Wasser gesprungen und schwimmt zu Jesus. Er, der Jesus verleugnet hatte, ist jetzt der Erste, der zu Jesus will. Dann kommen auch die anderen mit dem Netz voller großer Fische. Sie waren nicht weit vom Land entfernt, zweihundert Ellen, das sind circa neunzig Meter. Jesus lädt die Jünger ein: ‚Kommt her und esst!‘ Jesus hat ein Feuer angezündet, Fisch und Brot gegrillt. Er nimmt das Brot und gibt es ihnen, ebenso den Fisch.“
Emma strahlt und sagt: „Mit Jesus am See frühstücken, wie schön!“ Jonas fügt hinzu: „Das wünsche ich mir auch!“ Opa lächelt: „Auch wir können uns wie die Jünger freuen. Bei jeder Eucharistie lädt Jesus uns ein, er selbst gibt sich uns hin. Und im Himmel ist das Festessen für uns vorbereitet! Wollen wir nicht Jesus dafür danken?“
Die Autorinnen sind Mitglieder der Gemeinschaft Notre-Dame de Vie.
Auflösung zum Bibel-Quiz:
Wie viele Jünger waren am See und gingen mit Petrus fischen? – Insgesamt waren es sieben: Simon Petrus, Thomas (genannt Didymus), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere Jünger.
Wie weit waren die Jünger vom Ufer entfernt? – 200 Ellen (ca. 90 Meter)
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