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Und er ging durch die verschlossene Tür …

Der auferstandene Jesus lässt sich von nichts abhalten, um uns seine Nähe und seine Liebe zu zeigen! Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Print-Ausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Jesus zeigt Thomas seine Wunden
Foto: Peter Esser | Kinderimpuls zu Joh 20,19–31: Jesus zeigt Thomas seine Wunden.

An einem hellen Frühlingssonntag sitzen Jonas und Emma mit ihrem Opa im Wohnzimmer. Auf dem Tisch steht eine weiße Kerze, daneben liegt ein kleines Kreuz. Draußen singen die Vögel, und durch das offene Fenster strömt frische Luft herein. „Warum heißt dieser Sonntag eigentlich ‚Weißer Sonntag‘?“, fragt Jonas.

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Opa lächelt. „Heute denken wir an die Freude von Ostern und daran, dass viele Kinder, wie ihr heute in unserer Pfarrkirche gesehen habt, zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen haben. Weiß ist die Farbe der Freude, des Neuanfangs und der Nähe Gottes.“

Opa schlägt die Kinderbibel auf. „Das Evangelium erzählt von dem Abend des Ostertages. Die Jünger sind zusammen – aber sie haben Angst. Die Türen sind verschlossen.“

Emma wundert sich. „Aber Jesus ist doch auferstanden. Warum haben sie Angst?“ „Weil sie noch nicht verstehen, was Ostern wirklich bedeutet“, erklärt Opa. „Und weil sie sich allein fühlen.“

Dann liest Opa: „Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!“

Jonas atmet tief auf. „Jesus kommt einfach durch die geschlossenen Türen?“

„Ja“, sagt Opa. „Der Auferstandene lässt sich von nichts aufhalten. Und das Erste, was er schenkt, ist Frieden.“

Opa fährt fort: „Jesus zeigt ihnen seine Hände und seine Seite.“

Emma schaut ernst. „Man sieht noch die Wunden?“ „Ja“, sagt Opa leise. „Jesus ist wirklich derselbe, der am Kreuz gestorben ist. Aber jetzt lebt er. Seine Wunden sind keine Zeichen der Niederlage, sondern der Liebe.“

Dann erinnert Opa an den Apostel Thomas. „Thomas war am Osterabend nicht dabei, als Jesus sich den anderen Aposteln gezeigt hat. Thomas sagt zu ihnen: Wenn ich nicht die Wunden sehe, glaube ich nicht.“ Jonas nickt. „Manchmal will man es genau wissen.“ „Jesus weiß das“, sagt Opa. „Darum kommt er noch einmal – nur für Thomas.“

Opa liest weiter: „Und Jesus sagt: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände!“ Emma staunt. „Jesus schimpft nicht mit ihm?“ „Nein“, antwortet Opa. „Er lädt ihn ein zu glauben. Und Thomas ruft: Mein Herr und mein Gott!“

Opa schaut die Kinder an. „Das ist eines der schönsten Glaubensbekenntnisse.“ Jonas fragt: „Und was ist mit uns? Wir sehen Jesus ja auch nicht.“ „Darum sagt Jesus: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Damit meint Jesus auch uns.“

Emma lächelt. „Dann sind wir Jesus ganz nahe, auch ohne ihn zu sehen.“ „Ja“, sagt Opa. „In der Kirche, in den Sakramenten, besonders in der heiligen Kommunion, ist Jesus wirklich da.“

Die weiße Kerze brennt ruhig. Opa sagt leise: „Der Weiße Sonntag erinnert uns: Der auferstandene Jesus kommt auch heute zu uns und sagt: Friede sei mit euch.“

Der Autor ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae und als Seelsorger in der Familien- und Jugendarbeit tätig.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Was sagt Jesus dreimal? – Friede sei mit euch!
Was sagt der Apostel Thomas zum auferstandenen Jesus, als er ihn sieht? – Mein Herr und mein Gott!

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Martin Linner Apostel Jesus Christus Seelsorgerinnen und Seelsorger

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