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DBK-Queerbeauftragter warnt vor Patriarchat  

Hat die Kirche jahrhundertelang die eigene Botschaft verraten? Weihbischof Ludger Schepers warnt vor Tradwifes und betont, sexuelle Vielfalt sei „kein modernes Konstrukt“.
Frau in Küche
Foto: Imago/Pond5 Images | Der in sozialen Medien verbreitete „Tradwives“-Trend gilt Weihbischof Ludger Schepers als Problem für Freiheit und Gleichberechtigung.

Der Queerbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Ludger Schepers, hält eine Rückkehr zu alten Geschlechterbildern für einen „Irrweg“. Der Essener Weihbischof fordert einen Kurswechsel der katholischen Kirche bei Geschlechterfragen. Dies berichtet die „Katholische Nachrichten-Agentur“ (KNA). 

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Die Kirche habe über Jahrhunderte patriarchale Strukturen „nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert“, erklärte Schepers. Dieses Menschenbild habe nichts mit dem christlichen Glauben zu tun, sondern diene Machtinteressen. Wer daran festhalte, „verrät die eigene Botschaft“. Die Kirche müsse klar Stellung beziehen und dürfe Diskriminierung nicht hinnehmen.

Mehr Angebote gefordert

„Die Vielfalt menschlicher Identitäten – ob homo-, trans- oder intergeschlechtlich – ist kein modernes Konstrukt, sondern Teil von Gottes Schöpfungsplan“, so Schepers gegenüber der KNA. Ausgrenzung widerspreche dem Glauben. Zugleich fordert der Essener Weihbischof konkrete Veränderungen. Gleichberechtigung müsse im kirchlichen Alltag sichtbar werden, bestehende Angebote reichten nicht aus.

Kritisch äußerte sich Schepers auch zu in den sozialen Medien verbreiteten Trends wie sogenannten „Tradwives“. Diese seien eine „künstliche Ästhetik ohne Bodenhaftung“. Dahinter stünden häufig politische Interessen, die alte Rollenbilder stärken wollten. Bei der Rückkehr zu festen Rollen für Männer und Frauen handele es sich nicht um einen harmlosen Trend, sondern ein Problem für Freiheit und Gleichberechtigung. DT/jna

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