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Das Wunder am See

Jesus kann aus wenig viel machen. Bringen wir Jesus unser Weniges, und er wird etwas Wunderbares daraus machen. Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Printausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Das Wunder am See
Foto: Peter Esser | Das Wunder am See: Bibelimpuls zu Mt 14,13–21.

An einem warmen Augustnachmittag sind Jonas und Emma mit ihrem Opa am See. Das Wasser glitzert in der Sonne, und auf der Wiese breiten viele Familien ihre Decken aus. „Ich habe Hunger“, sagt Jonas und schaut in den Picknickkorb. Emma nickt. „Ich auch.“

Opa lächelt. „Dazu weiß ich eine schöne Geschichte aus dem Evangelium. Jesus will sich eigentlich am See von Gennesaret ausruhen – wie wir“, beginnt er. „Doch viele Menschen kommen zu ihm. Und als Jesus sie sieht, heißt es: Er hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken.“ Emma schaut erstaunt. „Obwohl er müde war?“ „Ja“, sagt Opa. „Jesus denkt zuerst an die anderen.“

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Opa erzählt weiter: „Es wird Abend, und die Jünger sagen: Schick die Leute – das waren über 5.000 Menschen! – weg, damit sie sich etwas zu essen kaufen.“ Jonas runzelt die Stirn. „Das klingt vernünftig.“ „Aber Jesus antwortet etwas Unerwartetes“, erklärt Opa. „Gebt ihr ihnen zu essen!“

Emma staunt. „Aber sie haben doch nicht genug für so viele Menschen, oder?“ „Genau“, sagt Opa. „Nur fünf Brote und zwei Fische.“ Jonas überlegt. „Das reicht doch nie.“ „Für uns nicht“, sagt Opa. „Aber für Jesus schon.“

Opa erzählt: „Jesus nimmt die Brote, blickt zum Himmel, spricht den Segen, bricht sie und gibt sie den Jüngern. Und alle essen und werden satt.“ Emma fragt erstaunt: „Wirklich alle?“ „Ja“, sagt Opa. „Und es bleiben sogar zwölf Körbe übrig.“

Jonas staunt. „Jesus kann aus wenig viel machen.“ „Genau“, nickt Opa. „Und das zeigt uns etwas Wichtiges: Jesus sorgt für die Menschen – für ihren Körper und für ihr Herz.“

Emma denkt nach. „Ist das auch ein Zeichen für die heilige Kommunion?“ Opa lächelt. „Sehr gut erkannt. Jesus nimmt Brot, dankt Gott, bricht es und gibt es weiter. In der heiligen Messe tut Jesus genau das – und schenkt sich selbst.“

Jonas fragt: „Und was ist mit uns?“ „Jesus braucht auch uns“, erklärt Opa. „Die Jünger teilen das Brot aus. Jesus möchte, dass wir teilen, was wir haben – Zeit, Freundlichkeit, Hilfe, den Glauben.“

Emma lächelt. „Dann kann auch aus wenig etwas Großes werden.“ Opa nickt. „Ja. Wenn wir Jesus unser Weniges geben, macht er daraus genug – für viele.“

Der See glitzert im Abendlicht. Jonas und Emma spüren: Bei Jesus müssen sie keinen Hunger haben – er schenkt Leben in Fülle.

Der Autor ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae und ist als Seelsorger in der Familien- und Jugendarbeit tätig.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Wie viele Brote gibt es? – Fünf
Wie viele volle Körbe bleiben übrig? – Zwölf

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