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Eine erlebnisreiche Nacht

Jonas und Emma erfahren: Wer auf Jesus schaut, kann alles. Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Print-Ausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Eine erlebnisreiche Nacht
Foto: Peter Esser | Eine erlebnisreiche Nacht: Bibelimpuls zu Mt 14, 22–33.

Mt 14, 22–33

„Die Kinder haben Ferien, wir machen am Abend etwas Besonderes!“, sagt Opa und flüstert Oma etwas ins Ohr. „Was denn?“, rufen Jonas und Emma, die schon ganz aufgeregt sind. Opa lacht: „Eine Nachtwanderung! Wir gehen bis zum See. Einverstanden?“

Draußen wird es dunkel. Sie gehen langsam, beobachten den Himmel und hören auf die Nachtvögel. Dann setzen sie sich ans Seeufer und Opa sagt leise: „Hier ist alles ruhig, aber in der Bibelgeschichte, die ich euch jetzt erzähle, ist es anders. Passt gut auf! Jesus hat gerade vielen Leuten Brot zu essen gegeben. Jetzt will er sie nach Hause schicken, während die Jünger mit dem Boot an das andere Ufer des Sees fahren.“

„Geht Jesus nicht mit?“, staunt Emma. Opa antwortet: „Nein, Jesus will noch auf einen Berg steigen, um zu beten, obwohl die Jünger auf dem See kämpfen müssen.“

„Kämpfen? Was meinst du? Werden sie angegriffen?“, fragt Jonas und seine Augen leuchten. Opa lächelt: „Ja, angegriffen, aber nicht von Piraten, sondern von den Wellen und vom Wind. ‚Das Boot wird von den Wellen hin und her geworfen‘, und dies lange Zeit. Um vier oder fünf Uhr nachts sehen die Jünger, wie jemand auf dem See geht und zu ihnen kommt. Stellt euch vor: Ihr würdet jetzt eine Gestalt sehen, die auf dem Wasser geht!“
Emma rutscht näher an Opa: „Ich hätte Angst.“ Opa fährt fort: „Die Jünger haben auch Angst, sie meinen, es sei ein Gespenst.“ Jonas sagt: „Es ist sicher Jesus, sie erkennen ihn nur nicht.“ „Richtig“, antwortet Opa, „wie immer beruhigt Jesus die Jünger: ‚Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht!‘ Petrus hat die Stimme erkannt und ruft: ‚Herr, wenn du es bist, befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.‘ Da sagt Jesus: ‚Komm!‘ Und Petrus kommt über das Wasser auf Jesus zu.“

„Er sinkt nicht ins Wasser?“, fragt Emma. „Zuerst nicht, weil er auf Jesus schaut und ihm vertraut“, antwortet Opa, „aber dann hat Petrus Angst, denn der Wind ist heftig. Weil Petrus auf die Wellen schaut, anstatt auf Jesus, geht er unter. Aber Jesus ergreift ihn, Petrus steht wieder fest auf dem Wasser, beide steigen ins Boot und der Wind legt sich.“

„Und?“, fragt Jonas, „was sagen die Jünger? Sie wären vielleicht auch gerne übers Wasser gegangen!“ Opa wird ernst: „Hier geht es nicht darum, andere zu beeindrucken. Die Jünger sollen etwas verstehen: Jesus ist der Sohn Gottes, er hat Macht über alles, über das Meer, über den Wind. Es geht um den Glauben an Jesus. Wie sehr freut sich Jesus, als die Jünger vor ihm niederfallen und bekennen: ‚Du bist Gottes Sohn‘! In dieser Nacht zeigt Jesus den Jüngern, dass er alles kann und immer bei ihnen ist. Es gilt auch für uns. Jesus reicht uns immer die Hand, auch in den schlimmsten Situationen.“

Nun gehen sie nach Hause. Keiner spricht, aber jeder weiß, dass Jesus ihn ganz fest an der Hand hält.

Die Autorinnen sind Mitglieder der Gemeinschaft Notre-Dame de Vie.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Wohin geht Jesus, um alleine zu beten? – Auf einen Berg
Wieso erschrecken die Jünger? – Weil Jesus auf dem Wasser zu ihnen kommt und sie glauben, er sei ein Gespenst

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