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Geborgen beim Guten Hirten

Was Jesus damit meint, wenn er sich mit einer Tür vergleicht und warum Jesus gleichzeitig der Hirte ist, der uns beschützt. Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Print-Ausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Jesus, der gute Hirte
Foto: Peter Esser | Jesus, der gute Hirte: Bibelimpuls zum 4. Sonntag der Osterzeit Joh 10,1–10.

An einem milden Frühlingstag sind Jonas und Emma mit ihrem Opa draußen unterwegs. Die Wiesen sind saftig grün, und in der Ferne hören sie Schafe blöken. „Schaut mal“, sagt Emma, „da sind echte Schafe!“ Opa bleibt stehen. „Das passt wunderbar zum morgigen Evangelium. Jesus spricht da von Schafen, von einem Hirten – und von einer Tür.“

Zu Hause angekommen, setzen sie sich auf die Terrasse. Opa schlägt die Bibel auf. „Jesus sagt: Wer durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.“ Jonas runzelt die Stirn. „Aber Jesus ist doch kein Schäfer.“ Opa lächelt. „Er benutzt ein Bild, ein Beispiel, damit wir ihn besser verstehen.“

Opa erklärt: „Zur Zeit Jesu kamen die Schafe nachts in einen Schafstall. Darin waren sie sicher. Der Hirt legte sich oft selbst in den Eingang. So wurde er zur schützenden Tür.“ Emma staunt. „Der Hirt passt also auf, dass kein Räuber und kein wildes Tier reinkommt?“ „Ja“, sagt Opa. „Er beschützt die Schafe.“

Dann liest Opa weiter: „Jesus sagt: Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden.“ Jonas fragt: „Und was bedeutet das?“ „Es heißt“, erklärt Opa geduldig, „dass Jesus der Weg zu Gott ist. Wer ihm vertraut, der ist geborgen.“

Opa erzählt weiter: „Jesus sagt auch, dass die Schafe die Stimme ihres Hirten kennen.“ Emma lächelt. „Wie bei unserem Hund – der hört auch nur auf uns und nicht auf unsere Nachbarn.“ Opa nickt. „Genau. Wer zu Jesus gehört, lernt seine Stimme kennen – in der Bibel, im Gebet, im Gewissen.“

Jonas fragt: „Und wer sind die Diebe, von denen Jesus spricht?“ „Das sind Dinge oder Menschen“, erklärt Opa vorsichtig, „die uns von Gott wegziehen wollen: Lügen, böse Wünsche, falsche Versprechen.“

Emma schaut ernst. „Die machen uns nicht glücklich.“ „Nein“, sagt Opa. „Jesus sagt: Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu vernichten. Ich aber bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Jonas denkt nach. „Also will Jesus, dass unser Leben richtig gut wird.“ „Ja“, antwortet Opa. „Nicht bequem, aber erfüllt. Mit Liebe, Vertrauen und Hoffnung.“

Emma lehnt sich an Opa. „Dann ist Jesus wie ein Hirt, der immer auf uns achtet.“ Opa legt den Arm um beide Kinder. „Genau. Und weil Jesus auferstanden ist, lebt dieser gute Hirt für immer. Er kennt euch beim Namen und führt euch sicher durchs Leben.“

Die Sonne scheint auf die Terrasse, und ganz leise hört man wieder das Blöken der Schafe – ruhig und vertrauensvoll.

Der Autor ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae und als Seelsorger in der Familien- und Jugendarbeit tätig.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Als was bezeichnet Jesus sich hier selbst? – Als Tür
Wer kommt nicht durch die Tür in den Schafstall? – Der Dieb

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Themen & Autoren
Martin Linner Jesus Christus

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