Über die Halbwertszeit päpstlicher Schreiben lässt sich streiten: Als Papst Franziskus im März 2016 das nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“ veröffentlichte, löste es kirchenpolitische Kontroversen aus. Zehn Jahre später hat sich der Sturm gelegt, doch die eigentliche Arbeit – darin waren sich die Referenten des ersten Tages der „Global Church Leadership Academy“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München einig – hat erst begonnen. Die Juniorprofessur für Global Church Leadership um Professor Jean-Olivier Nke Ongono hatte kürzlich zum Jubiläum eingeladen. Das Ergebnis: Ernüchterung und Aufbruch, aber auch eine Kirche, die ihre ungelösten Kernfragen beharrlich umkreist.
Ein pastorales Wunschkonzert?
Eine Münchner Tagung legt die ernüchternden Folgen von „Amoris laetitia“ und die Bedeutung der Familie als gegenkulturellem Lernort offen.
