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Väter und Söhne

Was der Vater vorlebt, ist für den Sohn eine stille Schule des Mannseins. Eine entwicklungspsychologische Betrachtung einer besonderen Beziehung.
Glücklicher Vater und Sohn spielen bei Sonnenuntergang am Fluss.
Foto: Imago/Zoonar | Bereits ab Kleinkindalter lockt der Vater den Sohn in die Welt hinaus. Er reizt, überrascht, fordert heraus, erklärt Regeln, lässt wagen – und lehrt ganz nebenbei, wie man mit überschäumenden Gefühlen umgeht.

Die neue Väterforschung hat mit einem blinden Fleck aufgeräumt: Der Vater ist für die Entwicklung des Kindes nicht Randfigur, Ernährer oder gelegentlicher Spielkamerad, sondern bringt in die Erziehung ein eigenes, männlich akzentuiertes Profil ein. Das gilt für Mädchen wie für Jungen. In der Vater-Sohn-Beziehung liegt jedoch von Anfang an noch etwas Besonderes. Während Väter ihren Töchtern oft rücksichtsvoll, zärtlich und beschützend begegnen, ist die Beziehung zum Sohn spannungsvoller. Stolz steht neben Reibung, Bewunderung neben Rivalität, Freude neben Herausforderung. Das väterliche Spiel mit dem Sohn ist nicht nur rauer und körperlicher. Der Vater bewegt darin auch die Frage, ob ihm der Sohn ähnelt oder anders ist und darum ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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