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Jesus ruft die Sünder

Irgendwie sind wir alle „krank“ und brauchen einen Arzt. Aber nicht irgendeinen … Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Print-Ausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Matthäus am Zoll
Foto: Peter Esser | Matthäus am Zoll: Bibelimpuls zu Mt 9,9-13

Jonas, Emma und Opa spielen Rummikub. Emma legt ihre Steine auf den Tisch: „7 und 8 und 9 sind 24. Und noch dreimal 2; es sind 30. Ich kann spielen!“, freut sie sich. Aber Jonas schaut nicht auf die Steine, sondern auf Opa. Er fragt: „Warum lächelst du so?“ Opa antwortet: „Ich denke an Matthäus, der so gut rechnen konnte wie Emma.“

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Emma fragt: „Wer ist das? Kennen wir ihn?“ Opa nickt: „Sicher, Matthäus war ein Jünger Jesu.“ Jonas fragt: „Hat er nicht ein Evangelium geschrieben?“ Opa antwortet: „Genau, aber wir wollten spielen!“ „Nein“, sagt Jonas, „ich möchte zuerst wissen, warum er so toll in Mathe war!“

Opa holt die Kinderbibel und sagt: „Matthäus erzählt uns selber, wie Jesus ihn gerufen hat. Er musste viel rechnen, weil sein Beruf Zöllner war, das heißt, er kassierte Steuern ein. Viele Zöllner forderten zu viel Geld, deshalb waren sie nicht beliebt. Man betrachtete sie als Diebe und Sünder.“

Jonas staunt: „Und so einen will Jesus als Jünger?“

Opa antwortet ruhig: „Jesus sieht nicht auf das Äußere, Jesus sieht auf das Herz. Es kann sein, dass Matthäus ehrlich war oder es geworden ist. Auf jeden Fall hat Jesus ihm gesagt: ‚Folge mir nach!‘ Matthäus ist gleich aufgestanden und hat alles gelassen. Dann hat er Jesus zu einem Festmahl in sein Haus eingeladen.“

Emma fragt: „Ein Festmahl? Er hat also noch andere Leute eingeladen?“ Opa nickt: „Er hat auch seine Freunde und Arbeitskollegen eingeladen, also Zöllner wie er und Sünder.“ Jonas kann das auch nicht begreifen: „Und Jesus lässt sich das gefallen?“

Opa erklärt: „Jesus macht keinen Unterschied zwischen den Leuten. Er ist für alle gekommen. Aber das gefällt den Pharisäern nicht und sie fragen die Jünger: ‚Wie kann euer Meister – also Jesus – zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?‘“ „Was antworten die Jünger?“, will Jonas wissen.

Opa lacht und sagt: „Jesus antwortet anstelle der Jünger: ‚Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.‘“ Jonas ist verblüfft: „Dass die Kranken den Arzt brauchen, das verstehe ich, aber dass Jesus die Sünder ruft und nicht die Gerechten, das geht nicht.“ Auch Emma protestiert: „Opa, du sagst doch immer, dass Jesus für alle da ist.“

Opa wird ernst und sagt ruhig: „Ja, Jesus ist für alle gekommen, er ruft alle Menschen, aber alle sind Sünder und insofern krank. Sie brauchen den Arzt. Die Pharisäer halten sich für gerecht, sind es aber nicht, denn sie urteilen über andere und verachten sie.“

Da fragt Jonas vorsichtig: „Du meinst, auch wir sind krank?“ Opa antwortet: „Ja, aber Jesus ist unser Arzt, der immer bereit ist, unsere Seele zu heilen, das heißt, uns von der Sünde zu befreien. Er liebt uns, er ruft uns trotz unserer Sünden und vergibt uns immer. Nur ist es wichtig, unsere Fehler anzuerkennen, unsere Schwachheit anzunehmen und Jesus zu vertrauen.“
Emma ruft: „Ich vertraue Jesus, er ist mein bester Freund!“ Und Jonas sagt: „Jetzt ist mir alles klar! Wir können spielen.“

Die Autorinnen sind Mitglieder der Gemeinschaft Notre-Dame de Vie.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Bei wem sitzt Jesus zu Tisch? - Bei Matthäus dem Zöllner 
Wer braucht den Arzt? - Die Kranken

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