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Ist die Verehrung Maria Gorettis als „Märtyrin der Reinheit“ noch zeitgemäß?

Die Moraltheologin Katharina Westerhorstmann widerspricht: Ein mutiges Mädchen darf nicht für eigene Theorien vereinnahmt werden.
Verehrung Maria Gorettis als „Märtyrin der Reinheit“
Foto: (837619301) | Die Reinheit zu verteidigen, auch in einer Gesellschaft, die darin keinen Wert mehr sieht, bedeutet, die Würde und Heiligkeit des Leibes zu verstehen und die Sexualität im Kontext der Gottesbeziehung einzuordnen, sagt Katharina Westerhorstmann.

Frau Westerhorstmann, gegen die Verehrung der heiligen Maria Goretti als Märtyrerin der Reinheit haben drei Theologinnen Einwände erhoben. Sexuelle „Reinheit“ und die Vergebung des Opfers für den Mörder seien problematische Kriterien der Heiligkeit. Was ist an dieser Kritik dran? Sexuelle Reinheit allein ist tatsächlich kein Synonym für Heiligkeit. Dennoch spielt diese im Martyrium der heiligen Maria Goretti eine entscheidende Rolle. Die Reinheit der Maria Goretti hat ihre Heiligkeit widergespiegelt, da sie um keinen Preis bereit war, eine Sünde gegen ihren Leib ohne Widerstand hinzunehmen. Dass es in ihrem Fall um Gewalt ging, nimmt ihrem Einsatz für ihre Reinheit nichts. Die Theologinnen übersehen, dass dieses Mädchen ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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