Die erste Lesung und das Evangelium betonen Gottes Macht. Sie steht ihm zur Verfügung, wann immer er ihrer bedarf, erklärt das Buch der Weisheit. Und Jesus Christus lässt im Evangelium keinen Zweifel darüber aufkommen, dass Gott am Ende die Scheidung zwischen Gut und Böse herbeiführen wird. Er ist weder schwach noch ein Relativist. Deshalb wird das Unkraut verbrannt werden. Diese Betonung göttlicher Allmacht wird jedoch flankiert von einer zweiten Botschaft: Gott hat Geduld. Gerade weil er der unangefochten Mächtige ist, kann er sich Zeit lassen. „Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde“, heißt es schon im Alten Testament. Das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut enthält sodann den zur Geduld mahnenden Satz Jesu: ...
Gott ist mächtig und geduldig
Gott ist kein Relativist, aber er hat Geduld. Zu den Lesungen des 16. Sonntags im Jahreskreis 2026 (Lesejahr A).
