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Sind wir „gute Erde“?

Ob das Wort Gottes in uns Frucht bringt, hängt davon ab, wie offen unser Herz ist. Die Auflösung des Bibel-Quiz aus der Print-Ausgabe der „Tagespost“ findet ihr am Ende des Evangeliums-Impulses.
Der Sämann
Foto: Peter Esser | Bibelimpuls zu Mt 13,1–23: Gleichnis vom Sämann

An einem warmen Samstagnachmittag helfen Jonas und Emma ihrem Opa im Garten. Opa hat ein kleines Tütchen mit Samen dabei. Gemeinsam bereiten sie den Boden im Beet vor. „Warum müssen wir die Erde erst lockern?“, fragt Jonas. Opa lächelt. „Weil Samen nur dann wachsen können, wenn die Erde gut vorbereitet ist. Genau darum geht es auch morgen im Evangelium.“

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Nachdem sie fertig sind, setzen sie sich auf die Gartenbank. Opa schlägt die Kinderbibel auf. „Jesus erzählt heute ein Gleichnis: Das ist eine Geschichte mit einer tieferen Bedeutung.“ Emma nickt. „Eine Geschichte mit einer Botschaft.“ „Ganz genau“, sagt Opa. Und er beginnt zu erzählen: „Jesus sagt: Ein Sämann geht hinaus, um zu säen. Einige Samen fallen auf den Weg, andere auf steinigen Boden, wieder andere unter die Dornen. Und ein Teil fällt auf guten Boden.“

Jonas erinnert sich an das Beet. „Auf dem Weg können die Samen nicht wachsen.“ „Richtig“, sagt Opa. „Jesus erklärt später: Das sind Menschen, die Gottes Wort hören, aber gar nicht richtig zuhören. Es bleibt nicht in ihrem Herzen.“

Emma fragt: „Und der steinige Boden?“ „Das sind Menschen, die sich zuerst freuen“, erklärt Opa, „aber wenn es schwierig wird, geben sie schnell auf. Der Glaube hat keine Wurzeln.“ Jonas denkt nach. „So wie Pflanzen ohne tiefe Wurzeln vertrocknen.“ Opa nickt.

„Dann gibt es Samen unter Dornen“, fährt Opa fort. Emma runzelt die Stirn. „Die Dornen nehmen den Platz weg.“ „Genau“, sagt Opa. „Jesus meint damit Sorgen, zu großer Druck oder zu viele andere Dinge. Sie können Gottes Wort im Herzen ersticken.“

Jonas fragt: „Und der gute Boden?“ Opa lächelt. „Das sind Menschen, die Gottes Wort hören, es im Herzen behalten und danach leben. Bei ihnen wächst etwas Gutes.“

Emma schaut auf das frisch gesäte Beet. „Aber der Same selbst ist immer gut, oder?“ „Sehr gut beobachtet“, sagt Opa. „Ja. Der Same ist Gottes Wort. Jesus sät es großzügig aus – für alle Menschen. Aber ob es wächst, hängt davon ab, wie offen unser Herz ist.“

Jonas fragt leise: „Können wir lernen, guter Boden zu sein?“ „Ja“, antwortet Opa. „Durch Gebet, durch Zuhören, durch das Vertrauen auf Jesus. Seine Gnade hilft uns, unser Herz offen zu halten.“

Emma lächelt. „Dann möchte ich guter Boden sein.“ Opa legt den Arm um beide. „Und Jesus kümmert sich um alles Weitere. Er lässt wachsen, was wir ihm anvertrauen.“ Die Sonne scheint auf das Beet – und Jonas und Emma spüren: Jesus lässt auch in ihnen etwas Gutes wachsen.

Der Autor ist Mitglied der Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae und ist als Seelsorger in der Familien- und Jugendarbeit tätig.


Auflösung zum Bibel-Quiz:
Von wo aus spricht Jesus zu der Menschenmenge? – Aus einem Boot
Was passierte mit den Samen, die auf den Weg fielen? – Die Vögel kamen und fraßen sie

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