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Würtz: „Eine Kirche ohne Caritas ist keine Kirche“

Der neu ernannte Bischof von Eichstätt, Christian Würtz, will unter anderem den selbstlosen Dienst am Nächsten zum Schwerpunkt seines neuen Amtes machen.
Christian Würtz
Foto: Christopher Beschnitt/KNA | Der Amtsantritt des neuen Eichstätter Bischofs Christian Würtz ist für die Zeit nach den bayerischen Sommerferien geplant.

„Adveniat regnum tuum“ – „Dein Reich komme“ lautet der Wahlspruch des neu ernannten Bischofs von Eichstätt, Christian Würtz. Im Rahmen der heiligen Messe im voll besetzten Eichstätter Dom am Vormittag rückte er dieses Motto in den Mittelpunkt seiner Predigt. Nach der Messe wurde Würtz in einem Pressegespräch im Innenraum des Palais im Eichstätter Bischofshaus vorgestellt. Er müsse die Ernennung an sich noch verarbeiten, sagte der bisherige Freiburger Weihbischof. Er freue sich, dass der „erste Aufschlag im Dom“ so geglückt sei und viele Menschen an seinem Kommen Anteil nähmen. Ihn habe gefreut, dass sogar Professoren der Uni Eichstätt gekommen seien.

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Dompropst Alfred Rottler, der die Diözese derzeit leitet, nannte Würtz „theologisch versiert“ und „pastoral erfahren“. Er freue sich auf die Perspektive, die Würtz einbringen werde. Er wünschte dem neuen Bischof alles Gutes, segensreiches Wirken und „ein gutes Ankommen im Herzen von Bayern“. Auch Christian Gärtner, Vorsitzender des Diözesanrates im Bistum, wünschte Würtz „von Herzen alles Gute“ und sicherte ihm zu, die Gläubigen des Bistums würden ihn „beim Aufbau des Reiches Gottes von ganzem Herzen unterstützen“. 

Würtz‘ Schwerpunkte

Der Amtsantritt Würtz‘ ist für die Zeit nach den bayerischen Sommerferien geplant. Würtz will nach eigenen Angaben die Menschen im Bistum kennenlernen, ihre Sehnsüchte, Wünsche und „vielleicht auch Enttäuschungen“ – und vor allem, gemäß seinem Wahlspruch, am Reich Gottes weiter bauen. Besonders beschäftige ihn das Thema, wie Pastoral und Diakonie zusammengehen. 

Würtz hat innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) eine Arbeitsgruppe zur diakonischen Kirchenentwicklung geleitet. Dabei ging es um die Frage, wie sich Christen in einer säkularen Gesellschaft engagieren können – nicht bloß im Sinne des sozialen Handelns, sondern als Wesenszug kirchlicher Sendung. 

Bei seiner Vorstellung in Eichstätt führte er aus, eine Kirche ohne Caritas sei keine Kirche. Der selbstlose Dienst am anderen gehöre „zu den Grundvollzügen der Kirche“. Wie das als Kirche gelingen könne, diese Frage treibe ihn um. Im nächsten Monat soll eine Arbeitshilfe „Leben teilen, Hoffnung schenken“ der Arbeitsgruppe veröffentlicht werden. 

Sakramentenkatechese und Taufberufung

Außerdem, so Würtz, beschäftigten ihn die Sakramentenkatechese und die Frage, wie man die Taufberufung umsetzen könne. Und schließlich sei es der Kirche im Nachgang zur Weltsynode, aber auch im Zuge des Synodalen Wegs in Deutschland, aufgegeben, synodal unterwegs zu sein.

Die Ernennung war für Würtz, der auch Jurist ist, nach eigenem Bekunden „eine Überraschung“. So verriet er, dass er nicht sofort zugesagt, sondern darüber erst nachgedacht habe. Mit einem Schmunzeln verriet er: Nachdem der Nuntius ihm jedoch „so ins Gewissen geredet“ und gesagt habe, „dass es eine schöne und wichtige Aufgabe“ sei und seine Ernennung dem Willen des Papstes entspreche, habe er zugesagt.

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