Der Katholische Familienverband Österreich hat vor einer möglichen Abschaffung des Familienbonus gewarnt und diese als „massiven Schlag“ für erwerbstätige Eltern bezeichnet. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes vom Donnerstag hervor.
Der Familienbonus sei für viele Haushalte ein fixer Bestandteil des Budgets, erklärte Verbandspräsident Peter Mender. „Eine Abschaffung würde viele erwerbstätige Familien massiv unter Druck setzen.“ Besonders betroffen wären Familien, die den Bonus monatlich beziehen. Hier könnten bis zu 167 Euro pro Kind und Monat wegfallen.
Bei dem Familienbonus handelt es sich um einen 2019 eingeführten Steuerabsetzbetrag, der die Einkommensteuer direkt reduziert und bis zu 2.000 Euro jährlich pro Kind beträgt. Er soll Kinder im Steuersystem berücksichtigen und Familien finanziell entlasten.
Nach Angaben des Verbandes würde eine Abschaffung auch Haushalte mit geringerem Einkommen treffen. Gleichzeitig verweist er auf bereits ausgesetzte Inflationsanpassungen bei Familienleistungen in den Jahren 2026 und 2027.
Kritik richtet sich zudem gegen die Bezeichnung des Familienbonus als „Goodie“ durch den Präsident des Fiskalrates, Christoph Badelt. „Der Familienbonus ist kein Goodie, sondern eine Steuerentlastung für Familien“, so Mender. Eine Abschaffung komme einer Steuererhöhung für Eltern gleich.
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