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Deutsche scheitern mehrheitlich an guten Neujahrsvorsätzen

Nur ein Drittel der Deutschen hat 2023 einen guten Vorsatz verwirklicht, wie eine aktuelle „Tagespost“-Umfrage ergibt.
Gute Vorsätze
Foto: IMAGO/Christoph Hardt (www.imago-images.de) | Gute Vorsätze zu Jahresbeginn sind beliebt. Doch werden sie im Laufe des Jahres tatsächlich umgesetzt? 2023 kann das offenbar nur gut ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) von sich behaupten.

Mehr Sport treiben, weniger Schokolade essen, mit dem Rauchen aufhören: Gute Vorsätze zu Jahresbeginn sind beliebt. Doch werden sie im Laufe des Jahres tatsächlich umgesetzt? 2023 kann das offenbar nur gut ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) von sich behaupten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen gibt eine deutliche Mehrheit von 49 Prozent der Befragten an, keinen guten Vorsatz verwirklicht zu haben, der am Jahresanfang vorgenommen worden war. Zwölf Prozent wissen nicht, wie sie dazu stehen; fünf Prozent wollen keine Angabe machen.

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Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Ich habe dieses Jahr einen guten Vorsatz verwirklicht, den ich mir am Jahresbeginn vorgenommen hatte.“ Dabei scheinen insbesondere ältere Menschen an ihren guten Vorsätzen zu scheitern. Denn der Anteil derjenigen, der der These zustimmt, nimmt mit zunehmendem Alter deutlich ab. So geben von den jüngsten Befragten, den 18- bis 39-Jährigen, noch 50 Prozent an, einen guten Vorsatz verwirklicht zu haben. Unter den 40- bis 49-Jährigen sinkt dieser Anteil schon auf 35 Prozent. Von den 50- bis 59-Jährigen haben nur noch 30 Prozent einen guten Vorsatz verwirklicht, unter den 60- bis 69-Jährigen sind es sogar nur noch 21 Prozent.

36 Prozent der Katholiken haben guten Vorsatz verwirklicht

Die Umfrage betrachtet die These auch anhand der Religionszugehörigkeit: Dabei ergibt sich kein Unterschied zwischen Katholiken und Protestanten: In beiden Gruppen geben jeweils 36 Prozent an, 2023 einen guten Vorsatz verwirklicht zu haben, den sie sich zu Beginn des Jahres vorgenommen hatten. Von den Katholiken geben 48 Prozent das Gegenteil an, von den Protestanten 51 Prozent. Anders sieht das Bild unter freikirchlichen Befragten aus: In dieser Gruppe behauptet eine absolute Mehrheit von 52 Prozent, in diesem Jahr einen guten Vorsatz verwirklicht zu haben.

Die Erhebung, für die 2.002 erwachsene Personen vom 15. bis 18. Dezember befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteipräferenz auf. Von den Anhängern der im Bundestag vertretenen Parteien geben nur Wähler der FDP mit absoluter Mehrheit (54 Prozent) an, dieses Jahr einen guten Vorsatz verwirklicht zu haben. Auf die Anhänger aller anderen Parteien trifft dies nicht zu. Von den Wählern der Grünen sagen 39 Prozent, sie hätten einen guten Vorsatz umgesetzt, von den Anhängern von SPD wie auch Union jeweils 36 Prozent, von den Wählern der Linken 35 Prozent und von den Anhängern der AfD 30 Prozent.  DT/mlu

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