Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Beisetzung der Queen

Was bleibt von der Trauer um Elisabeth II.?

Die „Kraft der Stille“ und ein „Bedürfnis nach dem Majestätischen“ sind für Alexander von Schönburg die bleibenden Eindrücke vom Begräbnis der Queen.
Beisetzung Queen Elisabeth II
Foto: IMAGO/MI News (www.imago-images.de) | Die allermeisten Handlungen, Rituale und Traditionen, die während der Trauerfeierlichkeiten für Elisabeth II. zu sehen waren, werden für die Milliarden Menschen vor den Bildschirmen ziemlich unverständlich gewesen sein.

In der aktuellen Ausgabe der in der „Tagespost“ erscheinenden Kolumne „Tagesposting“ schreibt der Publizist Alexander von Schönburg über die bleibenden Eindrücke von der Bestattung der verstorbenen britischen Königin Elisabeth II.: „Gibt es ‚das Besondere‘? Wenn es das Besondere gibt, dann muss es auch Erfahrungen geben, die es erlebbar machen.“ Die Zeremonie der Grablegung habe im Vereinigten Königreich und auf der ganzen Welt für „Ergriffenheit“ gesorgt. 

"Was für ein erhabener Moment!"

Was aber nach den Ereignissen am Montag in Windsor nachhallt, sei die „Kraft der Stille“. Zuerst die Stille, die sich nach den letzten Klängen „des königlichen Leib-Dudelsack-Spielers“ über die ganze Stadt gelegt habe: „Was für ein erhabener Moment!“

Lesen Sie auch:

Zudem sei das Bedürfnis nach „dem Majestätischen, dem Sakralen, nach dem Numinosen“ spürbar gewesen. Dieses sei „einfach nicht totzukriegen“. Über die Welt verteilt hätten über vier Milliarden dieses „Hochfest traditionalistischer Prachtentfaltung“ verfolgt. Wenn man einmal betrachte, wie sehr die Menschen weltweit „nach Ritus und Zeremoniell dürsten, dann wirkt der Eifer dumm und abwegig, mit dem wir seit Anfang der 1960-er Jahre alles dafür tun, um unseren Zeremonien das Geheimnisvolle zu nehmen“, so von Schönburg. DT/jmo

Mehr zu den bleibenden Eindrücken der royalen Bestattung finden sie im „Tagesposting“ in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Alexander von Schönburg

Weitere Artikel

König Charles III. hat den Titel „Verteidiger des Glaubens“ abgelegt. Was bedeutet das?
26.07.2026, 11 Uhr
Alexander Görlach
Eines Tages wird Prinz William traditionsgemäß auch „Head“ der Anglikanischen Staatskirche werden. Lässt er sich vom Amtsverständnis seines Vaters inspirieren?
07.06.2026, 15 Uhr
Alexander Görlach

Kirche

Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser