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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Archiv Inhalt Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Zwischen Robotersätzen und Nachdenklichkeit

Je weniger Politiker in der Runde, umso höher die analytische Qualität: Die Nachlese des Fernseh-Wahlabends gerät deprimierend.
Sven Schulze am Wahlabend
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur (www.imago-images.de) | Staatsmännisch vor allem am Wahlabend selbst: CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze.

Die wichtigsten Sätze sagte an diesem Wahlabend Sven Schulze: Der noch amtierende Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat meldete sich schon schnell nach der ersten Prognose zu Wort, nach der bereits klar war, dass er und seine CDU eine krachende Niederlage erlitten hatten: „Ich möchte dem Wahlsieger gratulieren. Die AfD ist jetzt die stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt.“ Das war geschickt. Denn indem er als Erster vor die Kameras trat und einmal die Niederlage klar einräumte, gleichzeitig aber auch durch seine Äußerung hervorhob, wie wichtig ihm ein angemessener demokratischer Stil ist, setzte er frühzeitig einen Gegenakzent gegen Alarmismus, der dann auch spätere Statements prägt. Das wirkte staatsmännisch. Konsequent ...

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