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Stuart Long inspiriert durch seine Vita

Vom Boxer zum Priester: Stuart Long war es nicht in die Wiege gelegt, eines Tages als Zelebrant am Altar zu stehen. Über mancherlei Umwege und unter schweren Schicksalsschlägen wurde er dennoch Priester der Kirche. Nun soll sein Leben verfilmt werden.
Stuart Long - vom Boxer zum Priester
Foto: Archiv | Hatte fünfzig Jahre Lebensspanne: Stuart Long. Die letzten elf Jahre seines Erdendaseins stellte er ganz in den Dienst Gottes und der Kirche.

Manch eine Biografie passt kaum in eines Menschen Zeit. Das gilt auch für den 2014 verstorbenen US-amerikanischen katholischen Priester Stuart Long. Aber alles der Reihe nach: Geboren wurde Stuart Long am 26. Juli 1963 in Seattle. Noch als Kleinkind zog er mit der Familie nach Helena im Bundesstaat Montana, der Heimatstadt seiner Eltern. „Stu“ schloss die High School 1981 ab. Am Carroll College spielte er zunächst Football, aber bald entdeckte er seine Leidenschaft für das Boxen. Offensichtlich war er auch gut darin: 1985 gewann Stuart Long den „Golden-Gloves“-Titel im Schwergewicht für Montana. 1986 wurde er Vizemeister. Gleichzeitig schloss er sein Studium in englischer Literatur ab. Das Carroll College ist zwar eine katholische Universität. Zu dem Zeitpunkt war aber „Stu“ noch nicht katholisch.

„... und wusste, dass er Priester werden wollte“

Eine Kieferoperation machte der Boxer-Profikarriere einen Strich durch die Rechnung. Der 23-Jährige zog nach Los Angeles, aber über einige Erfolge in Werbespots und als Statist kam „Stu“ nicht hinaus. Das war doch nicht die Karriere, die er sich vorgestellt hatte. Nach einem Job in einem Comedy-Club begann Stuart in einem Museum in Pasadena, Kalifornien, zu arbeiten, zuletzt sieben Jahre lang als Manager. Eines Nachts geschah es dann. Er selbst erzählte es in einem Interview 2010: „Eines Tages fuhr ich nach der Arbeit nach Hause und wurde von einem Auto angefahren. Ich krachte mit dem Kopf in ein anderes Auto. Zeugen erzählten, dass ich die Straße hinunterrollte und ein weiteres Auto mich überrollte.“

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Der Unfall führte zu Stus Bekehrung. Er machte Schluss mit seiner damaligen Freundin, ließ sich taufen ... und wusste, dass er Priester werden wollte. Er trat 2003 in das Mount Angel Seminar in Oregon ein. In der Zeit, als er im Seminar lebte, wurde bei ihm ein faustgroßer Tumor entdeckt. Diagnostiziert wurde eine Myositis, eine entzündliche Erkrankung der Muskeln, für die es keine Heilung gibt. Schon von der Krankheit gezeichnet, wurde er im Dezember 2007 zum Priester geweiht. „Father Stu“ starb am Montag, 9. Juni 2014. Er war erst 50 Jahre alt.

Ein filmreifes Leben

Ein filmreifes Leben. Das hat sich offensichtlich auch US-Schauspieler Mark Wahlberg gedacht, einer der wenigen Katholiken in Hollywood (s. DT vom 29. April). Laut der Internet-Filmseite „deadline.com“ will er Father Stus inspirierendes Leben verfilmen. Es soll das Regiedebüt von Rosalind Ross werden, die auch das Drehbuch schrieb. Wahlberg werde die Produktion übernehmen. Der gläubige Katholik soll auch die Hauptrolle übernehmen, der bekannte Schauspieler Mel Gibson den Vater des Priesters spielen. Der Film soll nächstes Jahr ins Kino kommen.

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