Die DDR-Schriftstellerin Monika Maron erregte 2020 mit ihrem Roman „Artur Lanz“ Aufsehen, weil sie darin beklagt, dass es in einer Welt konfliktscheuer Konformisten keine Helden mehr geben dürfe. Als Reaktion auf den ästhetisierten Militarismus des Dritten Reichs gilt in der Bundesrepublik inzwischen vieles, was mit Männlichkeit, soldatischer Haltung oder Opferbereitschaft verbunden ist, pauschal als „toxisch“. Spricht man öffentlich über Angehörige der deutschen Armee, scheint es opportun, sich über sie zu amüsieren – etwa über den „Hauptmann von Köpenick“ oder den „braven Soldaten Schwejk“.
Kriege auf blutiger Leinwand
Im postheroischen Zeitalter haben Kriegsfilme nichts an Wirkkraft eingebüßt. Im Gegenteil: Wo fiktive Abenteuer Realitätsbezug entwickeln, entstehen Werke von besonderer Suggestivkraft.
