Wie vernünftig ist Glauben heute noch? Was geschieht mit einer Gesellschaft, die den Streit über Wahrheit zunehmend moralisiert? Und wie frei ist die Meinungsfreiheit in der deutschen Kirche und einer Öffentlichkeit, die immer empfindlicher auf Dissens reagiert? Unter dem Titel „Der liebe Gott und die Cancel Culture“ wird „Tagespost“-Redakteur Sebastian Ostritsch mit Prälat Wilhelm Imkamp am 12. Juni in Regensburg über diese Themen diskutieren. Moderiert wird das Gespräch von Martin Hähnel.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist Ostritschs jüngstes Buch „Serpentinen. Die Gottesbeweise des Thomas von Aquin nach dem Zeitalter der Aufklärung“. Darin wendet sich Ostritsch gegen die verbreitete Auffassung, „nach Kant“ könne es keine Gottesbeweise mehr geben. Dagegen setzt der Autor eine Rekonstruktion der „fünf Wege“ des heiligen Thomas, die auch Kants Einwänden standhält. Den Abend mitgestalten wird Prälat Wilhelm Imkamp, Autor von „Sei kein Spießer, sei katholisch!“, der mit seiner langjährigen Erfahrung als geistlicher Begleiter und pointierter Beobachter kirchlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen zusätzliche Perspektiven in die Diskussion einbringen wird. Moderator Martin Hähnel ist programmverantwortlicher Lektor im Verlag Karl Alber und Direktor des Carlsbad Institute for Social Thought.
Veranstaltungsort ist das Kolpinghaus Regensburg in der Adolph-Kolping-Straße 1. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. (DT/jra/m&s/mhae)
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