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Maler, Mörder, Genie: Am 29. September ist Caravaggios 450. Geburtstag

Er gilt als das „Enfant terrible“ unter Roms Malern und revolutionierte seine Zunft: Ende September wäre Caravaggio 450 Jahre alt geworden.
Caravaggio-Ausstellung in Rom
Foto: Guido Montani (ANSA) | Auch mit der Wahl seiner Modelle, unter die sich Prostituierte ebenso mischten wie Straßenjungen und Bettler, beschritt Caravaggio Neuland und sorgte für Aufsehen.

Auch Genies müssen sich beugen: „Immer wieder musste Caravaggio nachbessern oder neue Versionen seiner Bildwerke anfertigen, denn manchem Auftraggeber war Caravaggio mit seiner Kunst zu modern. Hin und wieder etwas ausgebremst, revolutionierte Caravaggio dennoch die Malerei grundlegend. Keiner vor ihm hätte es gewagt, eine heilige Szene, wie die der Berufung des Matthäus durch Jesus, anstatt des üblichen heiligen Rahmens in eine Taverne zu platzieren. Auch mit der Wahl seiner Modelle, unter die sich Prostituierte ebenso mischten wie Straßenjungen und Bettler, beschritt Caravaggio Neuland und sorgte für Aufsehen.“ 

Als verurteilter Mörder aus Rom verbannt

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Viele Jahre ist Caravaggio „das gefeierte Enfant Terrible unter Roms Malern und kann sich vor Aufträgen kaum retten. Bis ihm sein hitziges Gemüt wieder erneut in die Quere kam und nicht einmal mehr Kardinal del Monte ihn retten konnte. Des Mordes an Ranuccio Tomassoni angeklagt, floh Caravaggio Hals über Kopf aus der Papststadt. Mittels öffentlichem Avviso am 31. Mai 1606 folgte die endgültige Verbannung aus Rom als verurteilter Mörder. Caravaggio führte von nun an ein Leben als Gejagter, das ihn von Neapel zunächst nach Malta führte. Hier landete er nach einem Streit mit einem einflussreichen Malteser im Gefängnis. Erneut gelang ihm die Flucht und Messina auf Sizilien wurde vorübergehend sein neues Zuhause, bevor ihn seine Reise ein weiteres Mal nach Neapel führte.“

Doch: „Das rastlose Leben, immer auf der Flucht, hatten ihn jedoch schwer gezeichnet. Ob ein Herzinfarkt, die Folgen einer Malariaerkrankung oder eine Blutvergiftung für seinen frühen Tod mit nur 38 Jahren verantwortlich waren, ist bis heute ungeklärt.“  DT/mee

Natalie Nordio über Caravaggio. Lesen Sie den ganzen Text in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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