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Zauberhaft sachlich – unheimlich geheimnisvoll 

Carl Grossberg gehört zu jenen Künstlern der Zwischenkriegszeit, deren Bilder man sofort wiedererkennt: Fabriken, Maschinenräume, Brücken und Traumbilder erschaffen eine besondere Stimmung. Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal zeigt eine große Retrospektive, die diesen Maler der modernen Welt neu lesbar macht.
Carl Grossberg, „Brückenkopf der Alten Mainbrücke“ 1928, Museum im Kulturspeicher Würzburg.
Foto: Andreas Bestle | Carl Grossberg, „Brückenkopf der Alten Mainbrücke“ 1928, Museum im Kulturspeicher Würzburg.

Es gibt Künstler, deren Werk sich sofort als Bild einer ganzen Epoche lesen lässt. Bei Carl Grossberg ist das nicht anders. Seine Bilder tragen die Weimarer Republik, die industrielle Moderne, die Bauhaus-Jahre, die Nervosität der Zwischenkriegszeit und die Anmutung des fotografischen Sehens so deutlich in sich, dass sie fast als Chiffren einer ganzen historischen Lage erscheinen. Und doch ist Grossberg kein bloßer Chronist.

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