Anfang der 1980er-Jahre erlebte das Filmgenre „Sektendrama“ eine kurze Blüte. Kurz zuvor hatte der Massenselbstmord des „Peoples Temple“ in Guyana die Weltöffentlichkeit erschüttert, gleichzeitig erregten die Rekrutierungspraktiken sogenannter „Jugendreligionen“ Aufsehen. Heute noch sehenswert ist Ted Kotcheffs Film „Das Idol“ von 1982, nicht zuletzt dank Peter Fondas eindringlicher Darstellung eines charismatischen Sektenführers. Der Film schildert glaubwürdig und differenziert die Attraktivität neuer religiöser Bewegungen für junge Menschen wie auch die manipulativen Methoden, mit denen diese Gruppen ihre Anhänger an sich binden.
Der Guru hat (nicht) immer recht
Warum gerade eine sich als undogmatisch präsentierende Spiritualität Missbrauchsrisiken birgt: Sogar katholische Pfadfinder können sich verirren.
