Bei seiner Wahl zum Papst im Jahr 1523 hatte Kardinal Giulio de Medici noch als Freund des Kaisers gegolten, doch als Clemens VII. nahm er bald Kontakt zu Frankreich auf, um den Kirchenstaat aus der habsburgischen Umklammerung zu lösen. Während Karl V. von der christlich-universalen Kaiseridee durchdrungen war, dachte der Papst in den dynastischen Kategorien des Hauses Medici und lavierte zwischen den europäischen Mächten. Im Frühjahr 1526 verbündete er sich mit Franz I. von Frankreich, mit Venedig und Florenz gegen Kaiser Karl, der aus katholischer Gesinnung gegen den Protestantismus und die Osmanen kämpfen wollte.
Ritterliche Pilger in Rom
Ein halbes Jahrtausend nach dem fatalen „Sacco di Roma“ sind Habsburgs Ritter wieder in der Ewigen Stadt. Diesmal jedoch als demütige Beter.
