Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Amtliche Poesie

Launige Kritik an der Idee einer Parlamentspoetin

Rap statt Poesie. Von der Einführung einer Parlamentspoetin hält Birgit Kelle nur wenig. Poesie versteht heute keiner mehr.
Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretende Bundestagspräsidentin
Foto: Bernd von Jutrczenka (dpa) | Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretende Bundestagspräsidentin, sitzt während der dreitägigen Debatte über die Politik der Ampel-Koalition im Bundestag. +++ dpa-Bildfunk +++

In der kommenden Ausgabe der Kolumne Ungeschminkt, übt die Erfolgsautorin Birgit Kelle Kritik an der Absicht grüne Vize-Präsidentin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, eine „Parlamentspoetin“ zu realisieren. Mit einem Schuss Ironie preist Kelle die Vorzüge einer solche Hofbardin des Deutschen Bundestages. Unschwer zu erkennen, das es für dei Kolumnistin weitaus bessere Ideen für neue Stellen im Parlament gäbe.

Lesen Sie auch:

Poetische Schulden

Zugleich gibt die Kolumnistin auch nicht Anregungen. Immerhin wäre sicher spannend, so Kelle, wie man ein Haushaltsdefizit im dreistelligen Milliardenbereich „poetisch diskursiv in die sinnliche Welt des Fühlens und Schmeckens“ an den Bürgen bringen könne. Indirekt regt Kelle zudem an, künftig in der ersten und zweiten Lesung Gesetze mit den Techniken der Eurythmie ins Parlament zu bringen.

Besser ein Rapper

Birgit Kelle kritisiert die Einrichtung einer Parlamentspoetin bei gleichzeitiger Streichung der Poesie aus dem schulischen Unterricht. Eine Poetin würde Jugendlichen demzufolge gar nichts sagen. Stattdessen regt die Autorin einen Parlamentsrapper an. DT/pwi

Welche Assoziationen eine Parlamentspoetin noch auszulösen vermag, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Kolumne Ungeschminkt von Birgit Kelle in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Birgit Kelle Deutscher Bundestag Katrin Göring-Eckardt

Weitere Artikel

Klagen will gelernt sein: Die Unkultur des Dauerjammerns muss ein Ende finden, meint Ute Cohen.
07.04.2024, 13 Uhr
Ute Cohen

Kirche

Rom will den Primat attraktiver machen – auch in der Ökumene. Eine gespaltene Welt spielt da aber nicht mit.
14.06.2024, 12 Uhr
Guido Horst