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George-Floyd-Darstellung als Christus irritiert an katholischer Uni

Eine an einer katholischen Universität ausgestellte Pietà-Darstellung mit George Floyd als Jesus Christus hat in den USA Proteste ausgelöst. Die „Cardinal Newman Society“ begründet, warum.
Diskussion um Ikonen-Darstellung von George Floyd
Foto: Henry Pan (ZUMA Wire) | George Floyd starb im Mai 2020, nachdem ein weißer Polizist 9 Minuten und 29 Sekunden auf seinem Genick kniete.

Die Online-Plattform „Daily Signal“ berichtet über die Kritik der Cardinal Newman Society an einer ikonenhaften Pietà, bei der George Floyd als Jesus Christus dargestellt werde. Die an der Catholic University of America in der US-Hauptstadt Washington gezeigten Bilder seien „unvereinbar mit katholischer Bildung“ hieß es seitens der „Cardinal Newman Society“, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Förderung und Verteidigung einer rechtgläubigen katholischen Bildung widmet.

Göttliches Bild, um politische Aussage zu treffen

„Dieses Gemälde irritiert Studenten auf gefährliche Weise im Hinblick auf die Göttlichkeit und Vollkommenheit Christi und reduziert Jesus auf eine kontroverse und mit Problemen belastete Person des öffentlichen Lebens“, bemerkte Patrick Reilly, der Vorsitzende der Cardinal Newman Society gegenüber dem Daily Signal über das Kunstwerk, mit dem George Floyd als Jesus Christus porträtiert wird. Das an zwei unterschiedlichen Standorten der Catholic University of America ausgestellte Bild entweihe „ein göttliches Bild, um eine politische Aussage zu treffen“. 

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Die Cardinal Newman Society veröffentlicht einmal jährlich den Leitfaden „The Newman Guide“, um Familien auf rechtgläubige katholische Colleges hinzuweisen. Das ausgestellte Kunstwerk sei „unvereinbar mit katholischer Bildung“, erläutert Reilly gegenüber der Zeitung und betont, dass eine gläubige katholische Bildung „der Vermittlung der Wahrheit und nicht der Verwirrung verpflichtet ist“. Der Newman Guide habe tausenden von katholischen Familien geholfen, „katholische Colleges zu finden, die rechtgläubig und bestrebt sind, Studenten in der Wahrheit zu unterrichten und sie darin zu formen“. 

Petition, um Bild entfernen zu lassen

Floyd war verhaftet worden, „weil er versucht hatte, mit einem gefälschten Geldschein Zigaretten zu kaufen, und starb am 25. Mai 2020, nachdem ein weißer Polizist 9 Minuten und 29 Sekunden auf seinem Genick kniete“, ruft der Daily Signal die Ereignisse in Minneapolis in Erinnerung.

Nach der Berichterstattung der Zeitung über die Pietà-Darstellung habe die Studentengruppe der Catholic University of America „Young Americans for Freedom“ eine Petition gestartet, um das Bild entfernen zu lassen. Dabei seien mehr als 5000 Unterschriften zusammengekommen.

Uni-Präsident verteidigt Darstellung

Der Präsident der Universität, John Garvey, habe das Bild des Künstlers Kelly Latimore indes verteidigt und betont, dass die Hochschule Empfehlungen, das Bild abzuhängen, in diesem Fall ablehne. Garvey sagte, das Kunstwerk bilde Maria ab, „die den Leichnam des toten Christi hält“, obwohl Latimore selbst wiederholt darauf hingewiesen habe, dass sein Gemälde sowohl Floyd als auch Jesus darstelle.

Die Berichterstattung in der Presse habe zu Kritik in den sozialen Medien geführt und zu einer „beträchtlichen Anzahl von E-Mails und Telefonanrufen“, bemerkte Garvey weiter und fügte hinzu, dass „einige Kritiker das Bild als blasphemisch bezeichneten, weil sie es als eine Vergöttlichung oder Kanonisierung von George Floyd betrachteten“.  DT/ks

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