Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Berlin / Würzburg

Flirt mit der menschengemachten Heilslehre

Seit Jahrzehnten gibt es unter dem Dach der Kirche Unbelehrbare, die mit der marxistischen Ideologie flirten. Warum gibt es unter Katholiken diese Lust an der Verirrung?
Fest in der Innenstadt zum 200. Geburtstag von Karl Marx
Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild) | Der Marxismus findet beis heute Sympathisanten - auch unter Katholiken.

Karol Wojtyla und Josef Ratzinger wussten bei ihrer Auseinandersetzung mit der Befreiungstheologie, dass am Ende die Seelen Schaden erleiden werden und auch keine wirkliche Befreiung zustande kommt.

Allzu menschlichen Glaubenszweifel im Keim ersticken

„Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“, versichert der auferstandene Jesus seinen elf Jüngern. Elf sind es nur noch, der zwölfte, Judas, ist zum Verräter geworden. Weil die Apostel ihrem Herrn und Meister vertrauen, missionieren sie unzählige Menschen im Römischen Reich und schaffen die Grundlagen für ein christliches Abendland. Cäsaren kommen und gehen, steigen hoch und fallen am Ende in Staub, wie jedes rein weltlich Ding, doch die von Christus selbst gestiftete Kirche existiert bis zum heutigen Tag. Diese unwiderlegbare Tatsache müsste eigentlich alle nur allzu menschlichen Glaubenszweifel im Keim ersticken. Weil jedoch diese Zweifel aus scheinbar immer neuen Quellen gespeist werden, wachsen sie, wie Haifischzähne,immer wieder nach.

Lesen Sie auch:

Kommunismus: Menschengemachte Heilslehre

Der Kommunismus ist eine Weltanschauung, die eine menschengemachte Heilslehre gegen das Christentum in Stellung bringt. Was in der „Internationale“, dem 1871 nach dem Scheitern der Pariser Kommune von Eugene Pottiers gedichteten Kampflied der sozialistischen Arbeiterbewegung, beredt so zu Ausdruck kommt: „Es rettet uns kein höh'res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun. Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!“ Für Christen, die mit weltlichen Erlösungsphantasien liebäugeln, sollten allein diese Schlüsselzeilen eine abschreckende Wirkung haben. 

DT/mee (jobo)

Ingo Langner über die Unvereinbarkeit von Christentum und Kommunismus. Lesen Sie den ganzen Text in der Ausgabe der "Tagespost" vom 8. August 2019.

Themen & Autoren
Redaktion Apostel Befreiungstheologie Christentum Ideologie Jesus Christus Katholikinnen und Katholiken Kommunismus Marxismus

Weitere Artikel

Manfred Hauke und Richard Schenk beweisen, dass ihr Lehrer, Kardinal Leo Scheffczyk, ein Meister der Unterscheidung ist.
15.02.2026, 15 Uhr
Manuel Schlögl
Die Zeit läuft uns davon, doch Gott ist schon da.
22.12.2025, 00 Uhr
Redaktion

Kirche

Das neue Vatikanpapier zum Papstamt belebt die ökumenische Debatte. Doch beim Katholikentag wurde deutlich: Der Weg zu einer gemeinsamen christlichen Stimme bleibt weit.
16.05.2026, 16 Uhr
Heinrich Wullhorst
Ralph Brinkhaus fordert mehr Gottesbezug, Kardinal Marx hält sich lieber an die Vernunft. Doch wie jenseitig dürfen politische Ratschläge der Kirche dann noch sein?
16.05.2026, 13 Uhr
Jakob Ranke
Der DBK-Vorsitzende Heiner Wilmer verweist auf „Dynamiken“ bei der Prüfung der Satzung in den römischen Dikasterien.
16.05.2026, 12 Uhr
Meldung
Eine vatikanische Ehrung für den iranischen Botschafter am Heiligen Stuhl sorgt für Empörung – und für Missverständnisse. Eine Aufklärung.
15.05.2026, 10 Uhr
Stephan Baier