Bistum Hildesheim

Uwe Wolff: „Dürfen wir Gott in Zukunft noch „Vater“ nennen?“ 

Gendersprache im Bistum Hildesheim. Ein Sprachleitfaden soll gendersensiblen Sprachgebrauch im Bistum Hildesheim regeln. Daran regt sich Kritik.
Hildesheimer Dom
Foto: Holger Hollemann (dpa) | Das Bistum Hildesheim regelt seine Sprache neu, Künftig soll gendersensibel gesprochen werden. Im Bild: Der Hildesheimer Dom

Der Autor Uwe Wolff kommentiert kritisch die „Handreichung für das Bistum Hildesheim“ für den geschlechtersensiblen Sprachgebrauch in der Kirche. Wolff, dessen Heimatdiözese Hildesheim ist: „Dürfen wir Gott in Zukunft noch „Vater“ nennen? Ist Jesus noch unser „Herr“ oder nur noch unser Bruder? Am Neuen Testament Forschende werden uns bald eine Antwort auf diese Fragen geben, wenn die Handreichung Schule machen sollte. Sie erhebt einen wissenschaftlichen Anspruch, zitiert aber völlig unwissenschaftlich ohne Zitatnachweis. Das gilt auch für den Umgang mit der Bibel.“

Sprachpolizei Bistum Hildesheim

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Wolff weiter mit polemischer Schärfe: „Die Sprachpolizei des Stabsreferates greift auch in die Sprache der Liturgie ein. „Der Herr sei mit euch“ war einmal. Jetzt hat es zu heißen „Die Geistkraft sei mit euch“. Beim Phototermin gilt hinfort: „Auch die Mimik sollte ähnlich sein, Männer dürfen auch mal freundlich oder emotional wirken und Frauen ernst schauen. Bei der Aufstellung sollten Frauen nicht in den Hintergrund gerückt und nicht kleiner abgebildet werden als Männer.“ Stereotype müssen aufgebrochen werden: „Frauen nicht nur als passiv Zuhörende oder mit Kindern abbilden und Männer nicht nur in erklärenden Positionen.“

Männer unter Generalverdacht

Frauen dürfen beim Photoshooting nicht von Männern eingerahmt werden. Könnte das Gewalt oder Missbrauchsabsicht demonstrieren? Wenn möglich sind Menschen verschiedener Hautfarbe, mit unterschiedlichem Gewicht, Größe und Intelligenz auf einem Bild darzustellen. Auch für die Kirchenzeitungen in den dörflichen Gemeinden gilt Diversität als Norm: „Wird in den Bildern die Vielfalt der Menschen sichtbar?“ Eigentlich müsste es sich von selbst verstehen und muss doch betont werden: „Bilder so auswählen, dass Männer nicht häufiger abgebildet sind als andere Personen.“ DT/mee

Uwe Wolff über eine umstrittene Handreichung für den geschlechtersensiblen Sprachgebrauch in der Kirche. Lesen Sie den ganzen Text in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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