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Sprache muss klar und verständlich sein

Trotz moralischer Nötigung und mitunter sogar Repressalien ist es nicht gelungen, größere Teile der Bevölkerung hinter das Gendern zu scharen. Der Freistaat Bayern ergreift die Gegeninitiative.
Bayern verbietet das Gendern an Schulen
Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber (www.imago-images.de) | Der Freistaat Bayern hat nun die Gegeninitiative ergriffen. In den Schulen, Hochschulen und Behörden des Freistaats ist die Verwendung von Gendersprache ab sofort ausdrücklich verboten.

Es gibt kein leichtgläubigeres Volk als die Deutschen, soll der französische Kaiser Napoleon einmal gesagt haben – und selbst wenn das Zitat erfunden sein sollte, lässt sich diese Meinung angesichts der Fügsamkeit des deutschen Michels durchaus nachvollziehen. Im 21. Jahrhundert jedoch hat man etwas ersonnen, das so dämlich ist, dass nicht einmal die Deutschen darauf hereingefallen sind: das Gendern. Trotz jahrelanger Propaganda, moralischer Nötigung und mitunter sogar Repressalien gegenüber Verweigerern ist es nicht gelungen, mehr als zehn Prozent der Bevölkerung hinter diesen Irrsinn zu scharen.

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Der Freistaat Bayern hat nun die Gegeninitiative ergriffen. In den Schulen, Hochschulen und Behörden des Freistaats ist die Verwendung von Gendersprache ab sofort ausdrücklich verboten. Im Grunde ist ein solches Verbot zwar überflüssig, da die entsprechenden Einrichtungen bereits zuvor verpflichtet waren, sich an die amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung zu halten, die gegenderte Wortformen nicht vorsehen. Nun aber ist diese Regel noch einmal in aller Deutlichkeit hervorgehoben worden. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) begründete den Schritt der Regierung mit dem einfachen aber entscheidenden Satz: „Sprache muss klar und verständlich sein.“

Der Witz des Tages kommt von den Grünen

Für den Witz des Tages sorgten derweil wieder einmal die Grünen. Die bayrische Landtagsabgeordnete Julia Post protestierte gegen das Verbot und erklärte allen Ernstes: „Reden und reden lassen, schreiben und schreiben lassen. So sehen wir Grüne das. Wir trauen den Menschen in Bayern zu, dass sie selbst wissen, wie sie ihre Sprache verwenden.“ Zur Erinnerung: Das ist dieselbe Partei, die ein Video ihrer Abgeordneten Bettina Jarasch zensierte, weil diese das Wort „Indianerhäuptling“ verwendet hatte.

Abgesehen davon gab es natürlich noch die üblichen Populismusvorwürfe gegenüber der bayrischen Landesregierung. Vermutlich sind diese berechtigt. Etwas zu tun, das die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung will, das ist so populistisch, das grenzt schon an Demokratie.

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Sebastian Moll CSU Napoleon

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