Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Religionsunterricht in Bayern

CSU: Keine Kürzungen beim Religionsunterricht

Die CSU erteilt den Plänen der Freien Wähler, den Religionsunterricht für mehr Mathematik und Deutsch zu kürzen, eine Absage.
Stundenplan mit Religionsunterricht
Foto: IMAGO/Detlef Heese (www.imago-images.de) | Die CSU wehrt sich gegen Pläne der Freien Wähler, die auch eine Kürzung des Religionsunterrichts möglich machen würden.

Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU)  hat sich am Freitag  gegenüber der Deutschen Pressagentur (dpa) zu den von den Freien Wählern geplanten Lehrplanänderungen in Bayern geäußert und betont: "Mit der CSU wird es keine Kürzung beim Religionsunterricht geben."

Lesen Sie auch:

Die Aussagen Hermanns sind eine Reaktion auf einen Vorschlag der Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). Sie hatte einen Tag zuvor ihre Pläne dem bayerischen Bildungsausschuss vorgestellt. Das Konzept der Ministerin sieht vor, dass es von der ersten bis zur vierten Klasse jeweils eine Stunde mehr Deutsch sowie in der ersten und der vierten Klasse zusätzlich je eine weitere Stunde Mathematik geben solle. Mit diesen Maßnahmen will das Ministerium auf das schlechte Abschneiden bayerischer Schüler bei der aktuellen PISA-Bildungsstudie reagieren.

Auch der Religionsunterricht soll gekürzt werden können

Um die Stärkung der Kernfächer Mathematik und Deutsch ohne eine Erhöhung der Gesamtstundenzahl zu erreichen, sollen Schulstunden anderer Fächer gekürzt werden können. Eine Ausnahme sieht das ministerielle Konzept nur beim Sport-, nicht aber beim Religionsunterricht vor.

Die kritischen Aussagen aus der CSU spiegeln die negative Bewertung des Plans durch die katholische Laienvertretung der Erzbistums München und Freising. Armin Schalk, der Vorsitzende des Diözesanrates hob bei seiner Kritik nicht auf religiöse, sondern auf soziale Aspekte des Religionsunterrichts ab. Im Religionsunterricht würden Solidarität, Gemeinsinn und Verantwortung "vermittelt" und "trainiert".  DT/sost

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung CSU Deutsche Presseagentur Erzbistum München und Freising Freie Wähler Religionsunterricht

Weitere Artikel

Religionsunterricht ist wichtig, aber nur, wenn er nicht zur reinen Sozialkunde verkommt.
07.02.2024, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Trotz moralischer Nötigung und mitunter sogar Repressalien ist es nicht gelungen, größere Teile der Bevölkerung hinter das Gendern zu scharen. Der Freistaat Bayern ergreift die Gegeninitiative.
20.03.2024, 11 Uhr
Sebastian Moll
Vorsitzender der österreichischen Bischöfe äußert sich bei Adventempfang im Bundeskanzleramt Wien. Ministerin Plakolm: Kirchen und Staat sind „Partner im Gemeinwohl“.
18.12.2025, 09 Uhr
Meldung

Kirche

Am Beschluss des Heiligen Jahres in der Ewigen Stadt nahm eine vielköpfige Pilgergruppe der Initiative „Neuer Anfang“ und der „Tagespost“ teil. Ein Wallfahrtsbericht.
12.01.2026, 16 Uhr
Thomas Philipp Reiter
Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst