Das Fischen ist ein auf Effizienz ausgerichtetes Handwerk: Die Netze werden ausgeworfen und man zieht so viele Fische ins Boot, wie man eben fangen kann. Anders ist es mit dem Angeln: Da kommt es nicht darauf an, dass möglichst viele Fische ins Netz gehen, sondern dass der richtige Fisch anbeißt und sich nicht wieder losreißt. Ganz ähnlich ist es auch mit der Gnade Gottes. In Chestertons Romanen über den Pfarrer Brown sagt dieser an einer Stelle: „Ich habe ihn mit einem unbemerkten Haken gefangen und mit einer unsichtbaren Schnur, die lang genug ist, dass er damit bis an die Enden der Welt wandern kann – mit einem einzigen Ruck am Faden hole ich ihn zurück.“ Gott zieht lieber den einzelnen Menschen aus der äußersten ...
Katholisches Anglerlatein: Der Ruck an der Rute
Gott will jeden, nicht alle: Warum der Schöpfer mit langen Leinen fischt, nicht (nur) mit großen Netzen.
