Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Ausstellung

Fotos von Franz Kafka und seiner Familie

Aus der Literatur kann man sich ein Bild von einem Künstler machen. Wie sehr das Bild in einigen Bereichen täuschen kann, zeigt eine Ausstellung in Berlin. 
Franz Kafka mit einem Unbekannten am Lido di Venezia im September 1913
Foto: Archiv Klaus Wagenbach | Kafka mit einem Unbekannten am Lido di Venezia im September 1913

Eine Fotoausstellung in Berlin zeigt Bilder der Familie von Franz Kafka. Der Schriftsteller erweckt in seinen Texten den Eindruck großer Distanz zu seiner Familie. 

Lesen Sie auch:

Besonders der Brief an den Vater vermittelt offensichtlich ein völlig falsches Bild darüber, wie das Verhältnis Kafkas zu seiner Familie war. 

Freunde und Familie auf Bildern

Die Fotoausstellung im „Stabi Kulturwerk“ in der Staatsbibliothek zu Berlin zeigt auf über 130 Fotos nicht nur den Künstler, sondern auch seine Vorfahren, seine Schwestern und Freunde. Die Bilder erzählen eine Geschichte, die die Ausstellung in Verbindung mit der Literatur des Schriftstellers bringt. Daraus ergeben sich viele neue Erkenntnisse über das Verhältnis Kafkas zu seinen Angehörigen. 

In den Vitrinen zeigt sich so nicht nur die Geschichte einer Familie, es ist darüber hinaus ein Bild von einer kulturellen, wirtschaftlichen und familiären Entwicklung ausgehend von der Zeit des Habsburgerreiches bis in die Zeit der ersten Tschechischen Republik. Der Betrachter der Bilder sieht nicht nur den Schriftsteller Franz Kafka ganz neu. Er macht auch einen Ausflug in die vergangene bürgerliche Welt und in den Zeitraum zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert.  DT/pwi

Lesen Sie einen ausführlichen Artikel über die Ausstellung „Das Fotoalbum der Familie Kafka“ in der kommenden Ausgabe der Tagespost. 

Themen & Autoren
Vorabmeldung Schwestern Staatsbibliothek zu Berlin

Weitere Artikel

Eine Ausstellung in Berlin zeigt Fotos der Familie des berühmten Schriftstellers. Dabei ergibt sich ein ganz ungewohntes Bild des Familienmenschen Franz Kafka.
31.03.2024, 19 Uhr
Peter Winnemöller
Die bedeutendste Bühne des deutschsprachigen Theaters setzt nach wie vor künstlerische Maßstäbe. Doch der wirtschaftliche Ausblick trübt die Feierstimmung.
28.06.2026, 17 Uhr
Henry C. Brinker
Oft reicht erst im Urlaub die Zeit, sich mal eine längere Serie anzuschauen, über die viel gesprochen wird. Manche dieser Werke beschreiben unsere Zeit auf besondere Weise. 
04.07.2026, 13 Uhr
José García

Kirche

Gefährliches Spiel: Mit einem Antrag, der vorgibt, Pro Familia Fördergelder entziehen zu wollen, sollen Lebensrechtler umarmt und der Union Stammwähler entzogen werden.
11.07.2026, 14 Uhr
Stefan Rehder
Unerlaubte Bischofsweihen und Exkommunikation: Weit weg von Rom, in Écône, spürt man die Last eines historischen Moments jenseits der roten Linie.
09.07.2026, 09 Uhr
Alexander von Schönburg
Die Rede von Leo XIV. vor dem spanischen Parlament war keine Premiere. Schon öfter haben Päpste vor Parlamenten das Wort ergriffen.
11.07.2026, 15 Uhr
Christoph Münch