Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Im Wiener Stephansdom

Triptychon von Schock-Künstler Helnwein gestoppt

Das Wiener Domkapitel wird dem von Gottfried Helnwein gestalteten Fastentuch kein „Ostertuch“ und „Pfingsttuch“ folgen lassen.
Kunstprojekt von Gottfried Helnwein in der Fastenzeit
Foto: IMAGO/Isabelle Ouvrard (www.imago-images.de) | Das Fastentuch des umstrittenen Künstlers Gottfried Helnwein im Wiener Stephansdom hatte für große Unruhe unter den Gläubigen gesorgt.

Schon das Fastentuch des umstrittenen Künstlers Gottfried Helnwein im Wiener Stephansdom hatte für große Unruhe unter den Gläubigen gesorgt. Die Fortführung des eigentlich als Triptychon geplanten Kunstwerks mit einem Ostertuch wurde nun vom Domkapitel gestoppt. 

Lesen Sie auch:

Die Darstellung eines Kindes mit den blutenden Wundmalen Christi sei ungeeignet für den Altarraum, da es Menschen verstören könne, heißt es aus dem Domkapitel. Der Kirchenraum solle ein Ort der Besinnung und des Gebets sein. Gerade zu Ostern wolle man den Dom nicht zu einem „Ort der Polarisierung“ machen.

Das derzeitige Fastentuch wird daher wie geplant bis zum Karsamstag hängen bleiben und nicht durch ein neues Tuch ersetzt werden, was liturgisch ohnehin nicht üblich ist. Auch das Pfingsttuch, der dritte Teil des Triptychons, soll nicht im Dom präsentiert werden. Wer dennoch einen Blick auf das Motiv des Ostertuchs werfen möchte, findet es nach wie vor auf der aktuellen Ausgabe des Pfarrblatts.  DT/smo

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Jesus Christus Karsamstag Stephansdom

Weitere Artikel

Nach Protesten von Gläubigen werden zu Ostern keine weiteren Werke des Schock-Künstlers im Altarraum des Wiener Stephansdoms gezeigt.
27.03.2024, 15 Uhr
Sebastian Moll
Achtung, Triggerwarnung. Über die Wiener Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen“.
13.12.2025, 06 Uhr
Gudrun Trausmuth
Im Oktober soll täglich für den Frieden gebetet werden, bittet der Pontifex. In seiner Katechese zum Karsamstag spricht er zum Abstieg Christi in die Unterwelt als Erlösungswerk.
24.09.2025, 12 Uhr
Leo XIV.

Kirche

Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Mirko Cavar, früher Freikirchler, heute Katholik, lobt die Ökumene bei der MEHR-Konferenz. Er meint, die einzelnen Konfessionen könnten viel voneinander lernen.
08.01.2026, 13 Uhr
Elisabeth Hüffer
Der US-Bischof kritisiert den deutschen Sonderweg und plädiert für eine Synodalität, welche auf pastorale Praxis statt dauerhafte Grundsatzdiskussionen setzt.
09.01.2026, 10 Uhr
Meldung