Seit Tagen beschäftigt Uwe Bolls Citizen Vigilante die öffentliche Meinung, und da alles Wesentliche bereits gesagt wurde, mag es helfen, den Blick dadurch zu erweitern, den Film mit Todd Phillips’ Joker (2019) zu vergleichen und die Frage zu stellen, wodurch sich ein Kunstwerk von bloßer politischer Agitation unterscheidet. Beide Filme kreisen um Gewalt, gesellschaftlichen Verfall und das Motiv des Einzelnen, der sich gegen eine als ungerecht empfundene Ordnung erhebt; dennoch liegen zwischen ihnen Welten. Der entscheidende Unterschied besteht darin, welche Funktion Gewalt innerhalb der Erzählung erfüllt. In Joker erscheint sie nicht als Lösung, sondern als Symptom eines umfassenden moralischen Zerfalls: Arthur Fleck ist weder ...
Dieser Film ist keine Kunst
„Citizen Vigilante“: Zu Recht ohne Kulturgut-Schutz.
