Nicht erst seit der Verfilmung von Robin Hood liebäugelt das Kinopublikum gerne mit jenen, die Gesetze brechen, um den „Richtigen“ zu helfen. Die Geschichte vom einsamen Helden, der sich neunzig Minuten lang in einem blutigen Rachefeldzug der Selbstjustiz hingibt, dabei Frauenherzen erobert und Gerechtigkeit schafft, wo Justiz und Behörden ihn selbst oder andere im Stich ließen, wird in zahlreichen Varianten immer wieder neu verfilmt. Solange wir mit dem Titelhelden und seiner Sache sympathisieren, entwickelt sich auch kein Störgefühl, weder beim Publikum noch bei der Filmaufsicht. Der gute Rächer hilft den richtigen Opfern und tötet die richtigen Täter, Applaus, Vorhang, Oscar-Nominierung garantiert. ...
Freiwillige Selbstkontrolle contra Bürgerwehr
Politisch inkorrekte Filme haben es schwer. Es sei denn, Elon Musk zündet auf „X“ eine Rakete.
