Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Instrumentum laboris

Synode: Übereinstimmungen und Kontroversen

Eine „synodale Kirche“ könne mit Spannungen umgehen, ohne von ihnen erdrückt zu werden, meinen die Bischöfe Österreichs.
Erzbischof Franz Lackner und Kardinal Christoph Schönborn
Foto: CHROMORANGE / Ernst Weingartner via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Aus Österreich werden der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, und der Wiener Kardinal Christoph Schönborn als Mitglied des vatikanischen Synodenrates an der Synodenversammlung im ...

Mit dem erst am Dienstag im Vatikan vorgestellten „Instrumentum laboris“ zur römischen Bischofssynode im Oktober hat sich die Österreichische Bischofskonferenz bei ihrer Sommervollversammlung im steirischen Wallfahrtsort Mariazell befasst. Sie unterstützen nach eigener Aussage „voll und ganz das Bemühen um eine synodale Kirche, die sich durch Gemeinschaft, Mission und Teilhabe auszeichnet“.

Vielfalt von Themen und Anliegen

Wörtlich heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme: „Noch nie in der Geschichte der Kirche hat es einen ähnlichen Vorgang gegeben, bei dem weltweit so viele wie möglich miteinbezogen wurden und werden.“ Das nun vorgelegte Arbeitsdokument zeichne sich durch eine große Treue zu dem aus, was in den letzten beiden Jahren bei den Anhörungen auf Ebene der Pfarreien, Gemeinden und Gemeinschaften, Diözesen und Bischofskonferenzen und zuletzt bei kontinentalen Versammlungen ins Wort gebracht wurde. „Das wird in der Vielfalt der Themen und Anliegen sowie in ihren Übereinstimmungen und Kontroversen deutlich, die das Instrumentum laboris weder verschweigt noch glättet“, so die Bischöfe.

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Das Dokument stelle diesen Befund nicht in Form von Standpunkten oder Behauptungen dar, sondern formuliere Fragestellungen. „Ein Novum ist die in den Leitfragen zur Synode angeregte Diskussion um einen möglichen Zugang zum Amt einer Diakonin.“ Gleiches gelte für die Teilhabe von ungeweihten Kirchenmitgliedern und mögliche neue Ämter. Diese Methode der Leitfragen überrasche und überzeuge zugleich, meinen Österreichs Hirten: „So werden Spannungen benannt, aber in Form von Wie-Fragen zum Gegenstand einer weiteren Klärung. Die aufgeworfenen Fragen bilden damit das inspirierende Arbeitsprogramm für die Synodenversammlung im Oktober.“

Aus Österreich werden der Vorsitzende der Bischofskonferenzen, Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, und der Wiener Kardinal Christoph Schönborn als Mitglied des vatikanischen Synodenrates daran teilnehmen. Die österreichischen Bischöfe zeigen sich überzeugt: „Charakteristisch für eine synodale Kirche ist ihre Fähigkeit, mit Spannungen umzugehen, ohne von ihnen erdrückt zu werden.“  DT/sba

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