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Reformen im Bistum Trier lösen Bedenken aus

Die Ängste sitzen tief. Pastorale Räume könnten am Ende nur Großpfarreien mit anderem Namen sein.
Synode im Bistum Trier
Foto: Harald Oppitz | Die Synode im Bistum Trier und ihre Folgen sorgen bis heute für hohe Wellen bei den Gläubigen.

Die schon jetzt sichtbaren Enttäuschungen bezüglich der kommenden Pfarreireform sind Kernpunkt des Hintergrundberichts über die Strukturpläne im Bistum Trier. Der Bischof von Trier hatte in einem von Rom gestoppten Prozess versucht, in seinem Bistum 35 Großpfarreien zu errichten. Es gibt Befürchtungen, dass die geplanten Pastoralen Räume nichts anderes als die Großpfarreien durch die Hintertür sind. Diese Befürchtung äußert ein Sprecher der Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“.

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Nur aufgeweicht

Das Bistum hingegen betont, nur die Synodalbeschlüsse umsetzten zu wollen. Der Leiter der Stabsstelle in Trier, die mit dieser Umsetzung der Reformen befasst ist, erklärt die Pläne im Gespräch mit der Tagespost. Nach dem Einschreiten der Kleruskongregation sei das Bistum mit Rom im Gespräch gewesen. Außer dem Bistum und den Betroffenen kommt der Kirchenrechtler Christoph Ohly zu Wort. Nach dessen Ansicht seien die neuen Pläne lediglich eine Aufweichung der Synodalbeschlüsse.

Zuversicht in Trier

In Trier zeigt man sich zuversichtlich, dass es durch die Pastoralen Räume gelingen könne, die Menschen besser zu vernetzen. Die Katastrophe im Ahrtal, die viele Gemeinden und die dort lebenden Menschen massiv getroffen habe, habe gezeigt, wie wichtig es sei, den Menschen nahe zu sein. DT/pwi

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost einen umfassenden Bericht zu den geplanten Reformen im Bistum Trier.

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Vorabmeldung Bistum Trier Christoph Ohly

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