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Erklärung an Rom: Ackermann verteidigt Trierer Bistumsreform

Die Überlegungen hinter der umstrittenen Pfarreienreform seien nicht einem mutwilligen Wunsch nach Veränderungen entsprungen, sondern der Versuch, auf die Herausforderungen der Zeit zu antworten, meint der Trier Bischof Stephan Ackermann.
Bischof Ackermann antwortet Rom zu Pfarreienreform
Foto: Harald Tittel (dpa) | „Priestersein im Bistum Trier kann sich künftig in größerer Bandbreite und charismenorientierter entfalten, weil nicht jeder Priester ,zwangsläufig' Pfarrer werden muss“, so Bischof Ackermann.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die vom Vatikan zunächst gestoppte, umstrittene Reform der Pfarreienlandschaft in seinem Bistum verteidigt. Im Gespräch mit „Paulinus“, der Wochenzeitung des Bistums, erklärt Ackermann, dass er nun zwei Stellungnahmen an die vatikanische Kleruskongregation und an den Päpstlichen Rat für die Interpretation der Gesetzestexte geschickt habe. „In beiden Schreiben stelle ich den Weg dar, den wir im Bistum Trier mit und seit der Diözesansynode gegangen sind“, so der Bischof. Die Überlegungen hinter der Reform seien nicht einem „mutwilligen Wunsch nach Veränderungen“ entsprungen. „Sie sind der Versuch, auf die Herausforderungen der Zeit zu antworten.“

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Kirche stärker missionarisch und diakonisch ausrichten

Darüber hinaus betont Ackermann, dass es nicht bloß um eine Reform von Strukturen gehe. „Wir wollen eine Kirche, die stärker missionarisch und diakonisch ausgerichtet ist.“ In seiner Stellungnahme an die Kleruskongregation habe er vor allem die Rolle der Priester in den neuen Pfarreien beschrieben. „Priestersein im Bistum Trier kann sich künftig in größerer Bandbreite und charismenorientierter entfalten, weil nicht jeder Priester ,zwangsläufig' Pfarrer werden muss“, so Bischof Ackermann.

Von dieser „Weitung des Priesterbildes“ erhoffe er sich, so Ackermann, dass der priesterliche Dienst im Bistum für junge Männer neu an Attraktivität gewinne. „Dies signalisieren mir auch Priesterkandidaten, die durchaus nicht darauf festgelegt sind, ,Pastor' im traditionellen Sinn werden zu wollen.“

Kein konkreter Zeitplan vorhanden

Ursprünglich sollte das Projekt der Trierer Pfarreienreform bereits zum 01. Januar 2020 beginnen. Dies verhinderte jedoch eine Intervention der vatikanischen Kleruskongregation im November vergangenen Jahres. Diese hatte das Umsetzungsgesetz ausgesetzt, um es vom Päpstlichen Rat für die Gesetzestext prüfen zu lassen. Interveniert hatte der Vatikan nach Beschwerden einer Gruppe von Priestern und mehrerer Katholiken aus dem Bistum. Von Seiten des Bistums war von einer „starken Intervention“ die Rede.

Auf die Frage, wie nun der weitere Ablauf sei, erklärt Ackermann, dass er seit der Aussetzung des Umsetzungsgesetzes in schriftlichem und telefonischem Kontakt mit den römischen Stellen stehe. Zudem habe er angeboten, zu einem persönlichen Gespräch nach Rom zu kommen. Insgesamt bewerte er den Austausch als „unkompliziert und gut“. Einen konkreten Zeitplan gebe es aber noch nicht.

DT/mlu

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Redaktion Bistum Trier Diakonie Pfarrer und Pastoren Stephan Ackermann

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