Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung DBK und ZDK

Kommission soll über Frauen in sakramentalen Ämtern beraten

Beate Gilles
Foto: Imago/Future Image | DBK-Generalsekretärin Beate Gilles hat den Bewerbungsaufruf für die Mitarbeit in der gemeinsamen Kommission mit dem ZdK unterzeichnet.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat ein Bewerbungsverfahren für die Mitarbeit in der gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) eingerichteten Kommission „Frauen in sakramentalen Ämtern in einer weltweiten Perspektive“ eingeleitet. Dies geht aus einem an die Mitglieder der Bischofskonferenz sowie Berater der Glaubens- und Pastoralkommission gerichteten Brief vom Freitag hervor.

Lesen Sie auch:

Dem von DBK-Generalsekretärin Beate Gilles unterzeichneten Schreiben zufolge hatte der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz im November 2024 die Einrichtung der Kommission beschlossen. Grundlage sei der im März 2023 verabschiedete Handlungstext des Synodalen Weges „Frauen in sakramentalen Ämtern – Perspektiven für das weltkirchliche Gespräch“.

Weltkirchliche Vernetzung

Die Aufgabe der Kommission sei es „ausdrücklich nicht, weitere theologische Expertisen zum Thema einzuholen“. Sie solle „zu dem Ort werden, an dem das Anliegen Frauen in sakramentalen Ämtern“ von der DBK und dem ZdK „weiter beraten wird“. Dabei gehe es vor allem um eine „weltkirchliche Vernetzung“ und „die Identifizierung gemeinsamer Anliegen“.

Laut einer in der „Gemeinsamen Konferenz“ mit dem ZdK getroffenen Vereinbarung soll die Kommission aus zehn Mitgliedern bestehen, die zu gleichen Teilen aus der Deutschen Bischofskonferenz und dem ZdK gewählt werden. Für die Besetzung sollen „International-interkulturelle Expertise, wissenschaftliche Kompetenz, Engagement und Sensibilität in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit“ Beachtung finden. Zudem solle der Vorsitzende der Pastoralkommission aus den bis zum 15. August eingehenden Vorschlägen eine Wahlliste erstellen, die der Herbst-Vollversammlung 2026 der DBK vorgelegt werde.

Lesen Sie auch:

Die Frage nach Frauen in sakramentalen Ämtern zählt zu den umstrittensten Anliegen des Synodalen Weges. Papst Johannes Paul II. erklärte 1994 in seinem Apostolischen Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“, dass „die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden“, und dass sich „alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“. DT/jna

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Deutsche Bischofskonferenz Johannes Paul II. Päpste Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Weitere Artikel

Update der Priesterausbildung in Deutschland: Die Bischöfe setzen mit der überarbeiteten Rahmenordnung neue Akzente und dulden blinde Flecken.
09.05.2026, 11 Uhr
Helmut Hoping
„Eine der prägendsten Gestalten der katholischen Kirche in der DDR“: Joachim Wanke ist tot. Er war der erste Bischof des wiedergegründeten Bistums
12.03.2026, 11 Uhr
Meldung

Kirche

Was zeichnet den neuen Pontifex aus? Welche Akzente setzten Leos Vorgänger mit ihren jeweils ersten Lehrschreiben? Es zeigt sich die Kontinuität.
28.06.2026, 11 Uhr
Christoph Münch
In würdigem Rahmen und bei magerer Kost ein letztes Gespräch, bevor sich die Wege trennen.
28.06.2026, 05 Uhr
Mario Monte
Intrigen, Verleumdungen und Grabenkämpfe begleiteten das Panorthodoxe Konzil, das vor zehn Jahren auf Kreta stattfand.
27.06.2026, 11 Uhr
Stephan Baier
Die Diözese Regensburg feiert das 750-jährige Jubiläum ihres gotischen Doms.
28.06.2026, 15 Uhr
Michael Karger