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Bischof Kohlgraf: Sanktioniere Laienpredigt nicht

Die Laienpredigt ist vom Vatikan nicht erlaubt. Wenn er davon erfahre, dass nicht geweihte Menschen predigten, werde er aber nicht disziplinarisch eingreifen, so der Mainzer Bischof.
Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf
Foto: IMAGO/Peter Back (www.imago-images.de) | Er plädiere dafür, die bisher bereits kirchenrechtlich erlaubten Formen der Verkündigung zu nutzen, so der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sanktioniert die Laienpredigt während einer katholischen Messfeier nicht. Wenn er davon erfahre, dass nicht geweihte Menschen predigten, „werde ich nicht disziplinarisch eingreifen oder das kirchenrechtlich sanktionieren“, sagte Kohlgraf in einem am Dienstag auf dem Portal katholisch.de veröffentlichten Interview. „Ich werbe dafür aber auch nicht und ich kann es nicht erlauben“, so Kohlgraf. Gegen das Nein aus Rom könne er für sein Bistum keine anderen Vorgaben machen.

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Er plädiere dafür, die bisher bereits kirchenrechtlich erlaubten Formen der Verkündigung zu nutzen. „Für unser Bistum ändert das Verbot für die Laienpredigt in der konkreten pastoralen Praxis nichts“, sagte Kohlgraf. Ihm bereite aber Sorge, dass das wiederholt formulierte Laienpredigtverbot aus Rom nun die Denunziation fördere. Es habe immer schon Menschen gegeben, die Verstöße gegen das Verbot dem Bischof oder gar dem Papstbotschafter oder dem Vatikan gemeldet hätten, „aber nun fordern sie mich auf, dass ich einschreiten muss“.

Kohlgraf würde Laienpredigt begrüßen

Der Leiter des Dikasteriums für die Gottesdienste und die Sakramentenordnung hatte im Juni auf eine Anfrage des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Heiner Wilmer geantwortet. Dieser hatte eine Sondergenehmigung beantragt, mit der auch nicht geweihten Männern und Frauen mit theologischer Vorbildung das Predigen in Messfeiern erlaubt worden wäre. Die Mitwirkenden am Reformprozess Synodaler Weg der katholischen Kirche in Deutschland hatten die Bischöfe zu einem solchen Antrag aufgefordert.

Kohlgraf selbst würde begrüßen, wenn der Vatikan nicht geweihten Menschen die Predigt erlaubte, zumindest im deutschsprachigen Raum, wo es in den 1970er Jahren schon einmal eine entsprechende Ausnahmeregelung gab: „Ich halte es mit Blick auf die pastoralen Mitarbeitenden, die theologisch zum Predigen qualifiziert sind, für einen Reichtum der Kirche.“  DT/KNA

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