Papst Leo XIV. hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX)aufgefordert, die für Mittwoch geplanten und vom Vatikan verbotenen Bischofsweihen abzusagen. In einem am Montag veröffentlichten Brief an den Generaloberen der Piusbrüder, Pater Davide Pagliarani, schreibt der Papst: „Der Herr erleuchte euer Gewissen und rüttle eure Herzen auf.“
Der Appell von Papst Leo XIV. richtet sich an die Bischöfe, Priester, Seminaristen und Gläubigen der Piusbrüder. Die Gemeinschaft will am Mittwoch im schweizerischen Écône Bischöfe ohne päpstliches Mandat weihen. In seinem Schreiben betont Leo XIV., er fühle sich „verpflichtet“, die FSSPX dazu aufzufordern, von ihrem „Vorhaben Abstand zu nehmen“. Zur Begründung verweist der Papst auf das geistliche Wohl der Gläubigen. Der „schismatische Akt“ einer unerlaubten Bischofsweihe würde die mit der Priesterbruderschaft verbundenen Gläubigen „des erlaubten und in manchen Fällen auch des gültigen Empfangs der Sakramente berauben“.
Die Kirche erkenne „die Liebe zur Liturgie, den Einsatz in der Priesterausbildung, den apostolischen Eifer und das Streben nach Treue zur Tradition“ der mit der FSSPX verbundenen Menschen und Gemeinschaften an. Dies sei der Grund für die „aufmerksame und wohlwollende Haltung“, die seine Vorgänger der Priesterbruderschaft entgegengebracht hätten. Zudem stehe die Kirche „einem Weg des Dialogs und der Verständigung aufgeschlossen gegenüber“. „Ich bete für euch, weil das Zerreißen des nahtlosen Gewandes Christi eine äußerst schwere Sünde ist“, betont der Papst. DT/jna
Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.











